Viele Katzen leben heute vollständig nach dem Zeitplan ihrer Halter.
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Entsprechend bekommen sie ihr Futter häufig ein- oder zweimal täglich. Was praktisch erscheint, wirft jedoch die Frage auf, ob dieses Modell den biologischen Bedürfnissen von Katzen tatsächlich entspricht.
Wie Katzen von Natur aus fressen
Katzen sind keine „Mahlzeiten-Tiere“ wie Hunde oder Menschen.
In freier Umgebung besteht ihr Alltag aus wiederkehrenden Phasen von Ruhen, Jagen, Fressen und Fellpflege – und das mehrfach über den Tag verteilt, auch nachts.
Beobachtungen an wild lebenden Katzen sowie Untersuchungen unter kontrollierten Bedingungen zeigen, dass Katzen normalerweise viele kleine Portionen aufnehmen, oft zwischen acht und sechzehn pro Tag.
Gesundheitliche Risiken großer Portionen
Aus tiermedizinischer Sicht gibt es Hinweise darauf, dass wenige, sehr große Mahlzeiten problematisch sein könnten.
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Der Organismus der Katze ist darauf ausgelegt, kontinuierlich kleine Nahrungsmengen zu verarbeiten.
Werden große Portionen auf einmal gefüttert, kann dies Stoffwechsel und Nieren stärker belasten.
In diesem Zusammenhang wird auch ein möglicher Zusammenhang mit Erkrankungen der unteren Harnwege diskutiert, insbesondere mit der sogenannten FLUTD, die Blase und Harnröhre betrifft.
Was die Forschung sagt – und was nicht
Bislang ist die wissenschaftliche Datenlage zum Einfluss der Fütterungshäufigkeit begrenzt.
Die meisten Studien befassen sich mit der Zusammensetzung des Futters, weniger mit den zeitlichen Abständen.
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In der Praxis raten viele Fachleute dennoch zu mehreren kleineren Mahlzeiten, da diese besser dem natürlichen Fressverhalten entsprechen.
Routinen statt Freifütterung
Unstrittig ist, dass Katzen feste Abläufe brauchen. Regelmäßige Fütterungszeiten geben Sicherheit.
Freifütterung hingegen wird mit Übergewicht, Diabetes und auch Harnwegserkrankungen in Verbindung gebracht – vor allem bei Wohnungskatzen mit wenig Beschäftigung.
Fazit
Es gibt keine universell richtige Lösung. Entscheidend ist eine Kombination aus passenden Portionen, verlässlichen Routinen und mentaler Auslastung.
Mehrere kleinere Mahlzeiten kommen der Natur der Katze näher – vorausgesetzt, die Gesamtfuttermenge bleibt im Blick.
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Quelle: PETBOOK