Die Aussage wurde bei einem Treffen mit Medienvertretern gemacht und vom Kyiv Independent berichtet.
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Fedorov, der sein Amt erst kürzlich angetreten hat, beschrieb das Ziel als Teil einer umfassenderen Strategie, um Russlands militärische Fähigkeiten unter Druck zu setzen.
Klare Zielvorgaben und messbare Ergebnisse sollen seiner Ansicht nach künftig die Arbeit des Verteidigungsministeriums prägen.
Fokus auf Ergebnisse und Steuerung
Der Verteidigungsminister hob Steuerung und Effizienz als seine oberste Priorität hervor.
Personen und Einheiten, die keine konkreten Ergebnisse liefern, sollen seiner Aussage nach nicht im System verbleiben. Das zweite Ziel, das die größte Aufmerksamkeit erregt hat, betrifft eine deutliche Erhöhung der russischen Verluste auf dem Schlachtfeld.
Laut Fedorov beliefen sich die russischen Verluste im vergangenen Monat auf rund 35.000, eine Zahl, die er nach eigenen Angaben auf verifiziertes Material stützt.
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Eine weitere Steigerung dieses Niveaus würde seiner Ansicht nach klare Konsequenzen für Russlands Fähigkeit haben, den Krieg fortzuführen.
Hohe Verluste, aber unterschiedliche Einschätzungen
Russland und die Ukraine veröffentlichen nur selten offizielle Zahlen zu den eigenen Verlusten.
Nach ukrainischen und westlichen Schätzungen sollen Russlands Gesamtverluste seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 inzwischen mehr als 1,2 Millionen betragen, einschließlich Toter, Verwundeter und Vermisster. Diese Zahlen entsprechen Einschätzungen mehrerer westlicher Geheimdienste, lassen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen.
Trotz der hohen Verluste hat Russland weiterhin begrenzte territoriale Fortschritte erzielt, unter anderem durch den Einsatz neuer Vertragssoldaten.
Gleichzeitig wird berichtet, dass die Ukraine unter zunehmendem Personalmangel leidet, insbesondere in der Infanterie, die die Frontlinie hält.
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Druck auf beiden Seiten
Im Januar erklärte Fedorov, dass sich rund zwei Millionen Ukrainer mutmaßlich der Mobilisierung entziehen, während zehntausende Soldaten ohne Genehmigung abwesend sein sollen.
Die Situation verdeutlicht den erheblichen Druck, dem beide Seiten der Front ausgesetzt sind.
Fedorov übernahm das Amt des Verteidigungsministers Anfang Januar, nachdem er zuvor als Vizepremierminister und verantwortlich für die digitale Transformation tätig gewesen war.
Unter seiner Führung hat die Ukraine unter anderem stark in Drohnentechnologie und militärische Innovation investiert, was nun auch die Arbeit des Verteidigungsministeriums prägen soll.
Quelle: Kyiv Independent