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„Entweder wurden ihre Telefone weggenommen oder sie sind tot“: Russlands Verbündeter befürchtet das Schlimmste für seine Bürger

„Entweder wurden ihre Telefone weggenommen oder sie sind tot“: Russlands Verbündeter befürchtet das Schlimmste für seine Bürger

Indien und Russland haben eine starke Partnerschaft im Ölhandel und bei Rüstungsgeschäften aufgebaut.

Doch jüngste Entwicklungen stellen diese Beziehung auf unerwartete Weise auf die Probe.

Vermisste Stimmen

Angehörige indischer Staatsbürger, die nach Russland geschickt wurden, sind laut Berichten des lettischen Mediums LA.LV zunehmend alarmiert über den mangelnden Kontakt.

In der Sendung „Current Affairs in Ukraine“ von TV24 erklärte Jānis Slaidiņš, Major der Nationalen Streitkräfte und Stabsoffizier der Nationalgarde, dass Familien wegen vermisster Angehöriger in Not sind.

Eine Gruppe von 26 Familien hat beim Obersten Gericht Indiens eine Sammelklage eingereicht, um Klarheit darüber zu erhalten, ob die an die Front geschickten Personen noch am Leben sind.

„Es gibt keine Informationen über ihre Angehörigen, weil sie nicht kontaktiert werden können. Entweder wurden ihre Telefone weggenommen oder sie sind bereits tot.“

Wachsender Druck

Familien haben sich an Indiens Botschafter in Russland gewandt, um Informationen zu erhalten, in der Hoffnung, dass diplomatische Kanäle Antworten liefern können.

Berichten zufolge wurden landesweit in Indien mehr als 100 ähnliche Fälle registriert, was größere Bedenken hinsichtlich der Rekrutierungspraktiken aufwirft.

Slaidiņš sagte, das Problem werde durch mangelndes Bewusstsein einiger Rekruten für die damit verbundenen Risiken noch verschärft.

Laut Slaidiņš verstehen viele der Rekrutierten möglicherweise nicht vollständig die Natur des Systems, in das sie eintreten.

Er warnte, dass russische Kommandeure wenig Besorgnis über das Schicksal ausländischer Kämpfer zeigten, die in den Konflikt verwickelt sind.

Diese Rekruten werden Berichten zufolge als „atkrivashkas“ bezeichnet und oft in gefährlichen Rollen eingesetzt, wie zum Beispiel bei der Identifizierung ukrainischer Feuerstellungen.

Slaidiņš äußerte Skepsis, dass diplomatische Bemühungen aussagekräftige Antworten brächten.

„Ich denke, das ist alles sinnlos, der Botschafter wird etwas sagen, aber die Russen werden antworten, dass sie nichts wissen, dass sie irgendwo verschwunden sind“, sagte er.