Wladimir Putin hat lange Zeit eine feste Kontrolle über Russlands politisches System demonstriert.
Er hat wenig sichtbaren Widerstand von seinem Umfeld erfahren, doch jüngste Äußerungen aus dem Establishment deuten darauf hin, dass dieses Bild unter Druck geraten könnte.
Eine einst loyale Figur hat nun bemerkenswerte Behauptungen über Spannungen hinter den Kulissen aufgestellt.
Insider packt aus
Der russische Anwalt Ilja Remeslo, der zuvor für seine Unterstützung des Krieges in der Ukraine bekannt war, hat behauptet, dass der Widerstand gegen Putin in Elitekreisen zunehme.
In einem Interview mit der Medienpersönlichkeit Ksenia Sobchak, über das der Daily Express berichtete, sagte er, die Unzufriedenheit sei unter Beamten und Insidern weit verbreitet.
„Es ist Wladimir Putin. Es ist offensichtlich. Jeder weiß es“, sagte er und beschrieb den Präsidenten als die „Grundursache“ für Russlands Probleme.
Putsch-Prognose
Remeslo behauptete, Russland könnte innerhalb des nächsten Jahres einen dramatischen politischen Wandel erleben, wobei er einen stillen Machtwechsel statt eines gewaltsamen Aufstands vorhersagte.
„Wir werden in einem anderen Land aufwachen“, sagte er und deutete ein Szenario an, das den Führungswechseln in der Sowjetzeit ähnele.
Er fügte hinzu, dass ein „Palastputsch, eine Revolution in Russland“ bis Ende 2026 oder Anfang 2027 stattfinden könnte.
Groll der Elite
Laut Remeslo seien viele innerhalb der Regierungsstrukturen privat gegen Putins Herrschaft.
„Sie hassen ihn einfach, weil er ihnen alles weggenommen hat“, sagte er und behauptete, Beamte hätten Privilegien verloren, die sie einst genossen.
Er deutete auch an, dass sich intern Spannungen aufbauten, lehnte es jedoch ab, einen konkreten Nachfolger zu nennen, da dies zu einer sofortigen Verhaftung führen könnte.
Mögliche Nachfolger
Dennoch nannte Remeslo mehrere hochrangige Persönlichkeiten, die in einem System nach Putin aufsteigen könnten.
Darunter waren Premierminister Michail Mischustin, Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow und Kreml-Berater Alexei Djumin.
Er schlug vor, Russland könnte sich einem neuen Modell mit einer stärkeren Wirtschaft und größerer Offenheit für Investitionen zuwenden.
Haltungswechsel
Remeslo hat sich kürzlich gegen Putin gewandt und ihn zuvor als „Kriegsverbrecher, Lügner und Dieb“ bezeichnet.
Nach früherer Kritik wurde er Berichten zufolge in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, ein Schritt, den einige Beobachter mit der Repression der Sowjetzeit verglichen haben.
Seitdem hat er seine Kritik erneuert und andere innerhalb des Systems aufgefordert, sich zu äußern.
Quellen: Daily Express