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Kanada schlägt Alarm, da Russland seine Propaganda-Bemühungen verstärkt

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Russland setzt Propaganda seit langem als strategisches Instrument ein.

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Von traditionellen Staatsmedien bis hin zu modernen digitalen Kampagnen ist die Kontrolle über den Informationsfluss ein zentrales Element des Ansatzes des Kremls geblieben.

Heute ist diese Strategie nicht mehr auf Russlands Grenzen beschränkt.

Beamte und Analysten warnen nun, dass die gleichen Taktiken eingesetzt werden, um die öffentliche Meinung in westlichen Demokratien zu beeinflussen.

Stille Veränderungen zeichnen sich ab

Laut dem Kyiv Independent warnte die Nationale Sicherheitsberaterin Kanadas, Nathalie Drouin, die Gesetzgeber, dass immer mehr Bürger beginnen, Kreml-Narrative zu akzeptieren, einschließlich der Behauptung, dass die Ukraine den Krieg provoziert habe.

Dies geschieht, obwohl Umfragen des Ukrainian Canadian Congress eine überwältigende Unterstützung für die Ukraine zeigen, wobei die überwiegende Mehrheit der Kanadier Russland weiterhin für verantwortlich hält.

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Experten warnen davor, dass Daten zur öffentlichen Meinung subtile Veränderungen, die online und in kleineren Gemeinschaften stattfinden, möglicherweise nicht vollständig erfassen.

Globales Drehbuch breitet sich aus

Analysten sagen, dass Kanada mit Taktiken konfrontiert ist, die bereits anderswo zu beobachten waren.

In den Vereinigten Staaten demontierten die Behörden ein von Russland unterstütztes Netzwerk, das künstliche Intelligenz nutzte, um Plattformen mit gefälschten Personas und Narrativen zu überfluten.

Ähnliche Operationen sind in ganz Europa aufgetaucht, wo geklonte Medien-Websites und koordinierte Kampagnen versucht haben, die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und „Kriegsmüdigkeit“ zu schüren.

Marcus Kolga, ein Spezialist für Desinformation, sagte dem Kyiv Independent, dass Warnungen von hochrangigen Beamten nicht ignoriert werden sollten, was darauf hindeutet, dass tiefgreifendere Veränderungen außerhalb des Blickfelds der Öffentlichkeit stattfinden könnten.

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Auf Spaltungen abzielen

Kanadische Beamte beschreiben die Bemühungen als eine „Grauzonen“-Kampagne, die darauf abzielt, Spaltungen auszunutzen, anstatt Meinungen direkt zu ändern.

Senator Stan Kutcher sagte, solche Aktivitäten sollen das Vertrauen in demokratische Institutionen untergraben und die politischen Spannungen erhöhen. „Wir denken vielleicht nicht, dass wir uns im Krieg mit Russland befinden, aber Russland befindet sich im Krieg mit uns.“

Die vielfältige Medienlandschaft des Landes macht es möglicherweise anfälliger, da Informationen oft innerhalb separater Sprach- und Kulturgruppen zirkulieren.

Narrative greifen

Experten sagen, dass die Botschaften oft bekannten Themen folgen, darunter Behauptungen über den Missbrauch von Hilfe für die Ukraine, Appelle an den Pazifismus und persönliche Angriffe auf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Eine weit verbreitete Falschmeldung behauptete, dass die First Lady der Ukraine mit Hilfsgeldern ein Luxusauto gekauft habe, eine Behauptung, die der Hersteller später dementierte.

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Kolga merkte an, dass Anschuldigungen, die Ukrainer und andere Osteuropäer mit Extremismus in Verbindung bringen, seit langem verwendet werden, um sie zu diskreditieren.

Forderungen nach Reaktion

Kanadische Beamte suchen nun nach Wegen, um diesen Kampagnen entgegenzuwirken, einschließlich einer Senatsstudie, von der erwartet wird, dass sie neue Maßnahmen vorschlägt.

Kutcher hat auch Outreach-Bemühungen gestartet, um das Bewusstsein in den Diaspora-Gemeinschaften zu schärfen und eine proaktivere Reaktion zu fordern.

Experten argumentieren, dass eine stärkere Koordinierung mit internationalen Partnern und eine strengere Regulierung von Online-Plattformen erforderlich sein könnten, um die Verbreitung von Desinformationen einzuschränken.

Quellen: Kyiv Independent

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