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Krieg vor Nahrung: Russischen Bauern geht der Treibstoff aus, da das Militär Vorrang hat

Dead crops, agriculture
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Russland kämpft bereits mit einer internen Nahrungsmittelkrise, und die Prioritäten des Kremls verbessern die Lage nicht.

Wenn ein Land seine Energie auf eine massive Kriegsanstrengung konzentriert, häufen sich im eigenen Land oft stille Opfer.

Wesentliche Industrien sehen sich dann oft gezwungen, sich hinten anzustellen.

Nun treffen unerwartete wirtschaftliche Wellen russische Landwirte genau dann, wenn die Ernte eingebracht werden muss.

Der Tank ist leer

Laut dem ukrainischen militärischen Geheimdienst (HUR) stehen russische Landwirte mit Beginn der Herbsternte vor einer schweren Krise. Günstige Kredite verschwinden, wesentliche Lieferungen schwinden, und der Überseetransport von Erntegütern ist zu einem mühsamen Kampf geworden.

Das Problem liegt in den grundlegenden Prioritäten. Während Traktoren landesweit stillstehen, erhält das Militär den Vorzug bei den verbleibenden Treibstoffreserven des Landes.

Dem HUR zufolge trocknen staatliche Förderprogramme im denkbar ungünstigsten Moment aus. Finanzielle Engpässe treiben bereits viele landwirtschaftliche Betriebe in erhebliche Verluste.

„Anstatt die Landwirte zu unterstützen, kürzte das Landwirtschaftsministerium die subventionierten Kredite genau zu dem Zeitpunkt, als viele Betriebe bereits am Rande der Rentabilität arbeiteten“, so der Geheimdienst.

Druck auf den Feldern

Treibstoffengpässe stellen eine unmittelbare Bedrohung für die Ernte dar. Jüngste Schätzungen des ukrainischen Geheimdienstes zeigen, dass Russland etwa 20 Prozent seines benötigten Treibstoffs fehlen.

Erfolgreiche Drohnenangriffe beschädigten fast zehn der größten Ölraffinerien des Landes. Die Angriffe trafen zunächst hochoktaniges Benzin, doch der Mangel breitete sich bald auf Dieselkraftstoff aus. Dies ist ein massiver Schlag für Landwirte, die Diesel für den Betrieb von schweren Maschinen, Traktoren und Mähdreschern benötigen.

Um die lokalen Bestände zu schützen, stoppte Moskau die Dieselausfuhren vorübergehend bis Juli. Dennoch häufen sich die regionalen Beschwerden rapide. Landwirte in Regionen wie Rostow, Krasnodar, Irkutsk und der Region Altai meldeten erhebliche Lieferverzögerungen.

Nahrungsmittelkrise im eigenen Land

Im Februar 2026 berichtete die BBC, dass die Lebenshaltungskosten in Russland stiegen, wobei ein Russe angab, sein monatliches Budget für Lebensmittel sei in nur einem Monat um 22 % gestiegen.

Beim Vergleich der damaligen Preise mit den Preisen für dieselben Produkte im Jahr 2024 stellte die BBC fest, dass die Kosten für Kartoffeln um 167 %, für Dosenbohnen um 55 % und für geschnittenes Weißbrot um 45 % gestiegen waren.