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Putin droht bis 2027 ein Verlust von 15 Milliarden Euro, da die EU russische Gasimporte verbietet

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In Krieg und Diplomatie kann Energie ebenso entscheidend sein wie Waffen.

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Wenn sich Lieferketten verschieben, können die Folgen Regierungen, Märkte und Haushalte schnell treffen.

Nun hat die Europäische Union neue rechtliche Schritte eingeleitet, die die verbleibende Abhängigkeit des Blocks von russischem Gas weiter verringern würden.

Neue rechtliche Frist

Die Daily Express berichtete, dass die EU am Dienstag, dem 3. Februar, eine REPowerEU-Verordnung in ihrem Amtsblatt veröffentlicht habe, die einen schrittweisen Stopp russischer Gasimporte festlegt.

Die Verordnung tritt sofort in Kraft, wobei laut Bericht die ersten Verträge ab dem 25. April gekündigt werden sollen.

Der Plan ist mit dem erklärten Ziel der EU verknüpft, russische Gasimporte bis 2027 vollständig zu beenden.

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Demnach umfassen die Regeln Verbote für kurzfristige LNG-Verträge ab dem 25. April, kurzfristige Pipeline-Gasverträge ab dem 17. Juni, langfristige LNG-Verträge ab dem 1. Januar 2027 sowie langfristige Pipeline-Gasimporte ab dem 30. September 2027.

Brüssels Botschaft

Die Europäische Kommission stellte den Schritt als dauerhaften Bruch mit der bisherigen Abhängigkeit dar.

„Heute veröffentlicht legt die REPowerEU-Gasverordnung (EU/2026/261) die rechtlichen Bestimmungen für den schrittweisen Ausstieg aus den Importen von Erdgas aus Russland fest. Diese historische Entscheidung, die Ende vergangenen Jahres angenommen wurde, soll die Abhängigkeit der EU von russischem Gas bis 2027 ein für alle Mal beenden“, erklärte sie.

Der Bericht fügte hinzu, dass die EU-Staaten dem stufenweisen Plan am 26. Januar endgültig zugestimmt hätten.

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó sagte demnach, Budapest wolle die Entscheidung nach ihrer Veröffentlichung vor dem Gerichtshof der Europäischen Union anfechten. Auch die Slowakei werde ähnliche rechtliche Schritte einleiten.

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Geld und Einfluss

Anfang 2026 macht russisches Gas laut Daily Express noch etwa 13 % der EU-Importe aus und hat einen geschätzten Wert von 15 Milliarden Euro.

Der Bericht ergänzte, dass einige Schätzungen davon ausgehen, dass die EU Russland zwischen Anfang 2025 und Ende 2027 im Rahmen langfristiger Verträge noch weitere 30 bis 40 Milliarden Euro zahlen könnte.

Russland hat einen Teil seiner Exporte nach Asien umgeleitet, doch der Verlust des höherwertigen europäischen Marktes schränkt die Finanzen des Kremls ein.

Berichten zufolge sind die Öl- und Gaseinnahmen 2025 um 24 % auf 8,48 Billionen Rubel gesunken.

Quellen: Daily Express, Europäische Kommission, European Pravda

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