Während die Konfrontation Russlands mit dem Westen andauert, bemüht sich der Kreml, seine Beziehungen über traditionelle Partner hinaus auszubauen.
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Moskau hat sich zunehmend Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika zugewandt, um die diplomatische und militärische Zusammenarbeit zu erweitern.
Am Mittwoch empfing Präsident Wladimir Putin den Interimspräsidenten Madagaskars im Kreml zu Gesprächen, bei denen Verteidigungs- und Wirtschaftskooperation im Mittelpunkt stehen sollen.
Gespräche in Moskau
Putin traf Oberst Michael Randrianirina, der derzeit als Übergangspräsident Madagaskars fungiert, im Rahmen eines offiziellen Besuchs in Russland.
Nach Angaben des Kreml-Pressedienstes wollen die beiden Staatschefs die Zusammenarbeit in mehreren Bereichen sowie aktuelle internationale und regionale Fragen erörtern.
Das Treffen unterstreicht Russlands Bestreben, die Beziehungen zu afrikanischen Staaten zu vertiefen, während das Land mit Sanktionen und politischer Isolation durch westliche Regierungen konfrontiert ist.
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Hochrangige Delegation
Die russische Seite war durch mehrere hochrangige Vertreter vertreten, was die Bedeutung der Gespräche für Moskau verdeutlicht.
Anwesend waren Außenminister Sergej Lawrow, die Präsidentin der Zentralbank Elwira Nabiullina, Finanzminister Anton Siluanow und Verteidigungsminister Andrej Beloussow.
Ebenfalls teil nahmen Maxim Oreschkin, stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung, sowie Dmitri Schugajew, Leiter des Föderalen Dienstes für militärisch-technische Zusammenarbeit.
Die Teilnahme von Vertretern aus dem militärisch-technischen Bereich deutet darauf hin, dass Verteidigungsfragen eine wichtige Rolle in den Gesprächen spielen könnten.
Ausweitung des Einflusses
Russland bemüht sich, seinen Einfluss in Afrika durch Energieprojekte, Handelsabkommen und Sicherheitskooperationen auszubauen.
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Konkrete Vereinbarungen wurden zunächst nicht bekannt gegeben, doch der Kreml erklärte, dass die bilaterale Zusammenarbeit und globale Themen im Mittelpunkt der Gespräche stehen würden.
Quellen: TASS, Kreml-Pressedienst