Startseite Krieg Putins Image bröckelt, während Vertrauens- und Zustimmungswerte erneut zurückgehen

Putins Image bröckelt, während Vertrauens- und Zustimmungswerte erneut zurückgehen

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Seine Zustimmungsrate hat gerade den stärksten wöchentlichen Rückgang seit Kriegsbeginn verzeichnet.

In jeder Autokratie ist die öffentliche Stimmung ein streng gehütetes Geheimnis, oft verborgen hinter einer Mauer des staatlich verordneten Optimismus.

Doch selbst die strengsten Kontrollen können die sich wandelnde öffentliche Meinung nicht vollständig verbergen, wenn der Alltag zunehmend zur Belastung wird.

Neue Daten deuten nun darauf hin, dass die üblichen Risse sich schneller als zuvor ausweiten.

Ein plötzlicher Rückgang

Laut dem unabhängigen russischen Nachrichtenportal Meduza mit Sitz in Lettland verzeichnet Präsident Wladimir Putin einen spürbaren Rückgang seiner öffentlichen Beliebtheit.

Ein führendes lokales Meinungsforschungsinstitut verzeichnete kürzlich einen Rückgang seiner Zustimmungswerte um fünf Prozentpunkte. Diese liegen nun bei lediglich 66 Prozent.

Die Stiftung „Öffentliche Meinung“ (FOM) führte die Umfrage Mitte Juli durch. Sie ergab, dass dieser Rückgang innerhalb einer Woche der stärkste ist, den der russische Staatschef verzeichnet hat, seit seine Truppen erstmals in die Ukraine einmarschierten.

Dies war kein Einzelfall. Die Umfrage zeigte auch einen Rückgang des allgemeinen Vertrauens, das im selben Zeitraum von 69 Prozent auf 67 Prozent sank.

Probleme im Inland

Sogar staatlich unterstützte Meinungsforschungsinstitute beginnen, den Abwärtstrend zu bestätigen. Das Russische Meinungsforschungszentrum, allgemein bekannt als VTsIOM, meldete in seinen jüngsten Zahlen einen ähnlichen Rückgang.

Dessen Daten zeigten, dass Putins Zustimmungswerte leicht auf 65,1 Prozent fielen. Gleichzeitig sank sein allgemeiner Vertrauenswert um mehr als einen Prozentpunkt auf 71 Prozent.

Das mag gering erscheinen, folgt aber einem deutlich stärkeren Einbruch zu Beginn des Monats. Anfang Juli verzeichnete VTsIOM einen Rückgang des Vertrauens um 3,4 Prozentpunkte. Dies übertraf den bisherigen Rekordrückgang von 1,8 Prozentpunkten, der im April verzeichnet wurde.

Hinter den Zahlen

Was steckt also hinter diesem plötzlichen Stimmungswandel? Meinungsforscher verweisen auf eine Mischung aus innenpolitischen Problemen, die den Alltag der Menschen in Russland beeinträchtigen.

Zunächst hat die Regierung strenge Internetbeschränkungen verhängt, darunter Maßnahmen zur Blockierung der sehr beliebten Messaging-App Telegram. Die Menschen fühlen sich durch die digitalen Einschränkungen isoliert und frustriert.

Hinzu kommt, dass eine anhaltende Kraftstoffkrise das Land erfasst hat, die Preise in die Höhe treibt und das tägliche Leben erschwert. Angesichts dieser sich häufenden Probleme scheint der übliche Einfluss des Kremls auf die öffentliche Meinung zu schwinden.