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Putins Soldaten „kochen und essen Tauben“, um nicht zu verhungern

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Das Leben an Russlands Frontlinien wird zunehmend verzweifelt.

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Im Internet verbreitetes Videomaterial hat erneut Aufmerksamkeit auf die Bedingungen gelenkt, unter denen Moskaus Soldaten kämpfen, während sich der Krieg hinzieht.

Ukrainische Kommentatoren sagen, die Bilder deuteten auf gravierende logistische Mängel hin. Der Kreml hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.

Düstere Zustände

Russische Truppen sollen gezwungen sein, Tauben zu kochen und zu essen, um nicht zu verhungern, berichten ukrainische Kriegsbeobachter.

Ein online geteiltes Video soll Soldaten zeigen, die an einer Frontstellung einen Taubeneintopf zubereiten.

„Nachrichten aus der russischen Frontküche. Soldaten der 128. motorisierten Schützenbrigade der russischen Streitkräfte sind gezwungen, Tauben zu essen, um nicht zu verhungern“, schrieb der ukrainische Journalist Jurij Butusow.

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Er fügte sarkastisch hinzu: „Lecker, Punkt.“

Das Material soll in der Nähe von Woltschansk aufgenommen worden sein, unweit aktiver Kampfhandlungen.

Weiterverbreitetes Material

Ukrainische Quellen erklärten, das Video sei aus russischen Stellungen nach außen gelangt und habe sich schnell in sozialen Medien verbreitet. Die Echtheit des Materials konnte nicht unabhängig überprüft werden.

Ein ukrainischer Telegram-Kanal behauptete, die Lebensmittelversorgung russischer Einheiten verschlechtere sich drastisch.

„Die Versorgung der Söldner-Besatzungseinheiten des Kremls mit Lebensmitteln erreicht ein neues Niveau“, hieß es dort.

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Die Beiträge wurden als Beleg für sinkende Moral und zunehmende Engpässe bei den russischen Truppen dargestellt.

Versorgungsprobleme

Analysten sagen, dass Versorgung und Logistik für russische Soldaten seit Beginn der Invasion immer wieder problematisch gewesen seien.

Lange Nachschubwege, Korruption und Verluste auf dem Schlachtfeld hätten Lieferungen an Fronttruppen wiederholt unterbrochen.

Der angebliche Rückgriff auf selbst beschaffte Nahrung verdeutliche, wie isoliert einige russische Einheiten inzwischen sein könnten. Ukrainische Vertreter argumentieren, dass solche Zustände die Kampffähigkeit erheblich beeinträchtigen.

Das russische Verteidigungsministerium hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert.

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Preis des Krieges

Die Berichte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die menschlichen Kosten des Krieges weiter steigen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor hohen Verlusten auf beiden Seiten, insbesondere in der Ostukraine.

Westliche Analysten schätzen die russischen Verluste seit Beginn der Invasion auf mehr als eine Million Tote oder Verwundete. Moskau weist solche Zahlen zurück und veröffentlicht keine detaillierten Angaben zu eigenen Verlusten.

Trotz steigender Verluste und Berichten über große Not unter den Soldaten zeigt Präsident Wladimir Putin bislang keine Anzeichen, von dem Konflikt abzurücken.