Russlands Invasion der Ukraine hat das Schwarze Meer zu einer der am stärksten militarisierten maritimen Zonen der Welt gemacht.
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Einst geprägt vom kommerziellen Schiffsverkehr mit Getreide, Öl und Metallen, hat die Region wiederholt Angriffe, Blockaden und Störungen erlebt, die sich auf die globalen Märkte ausgewirkt und Sorgen um die Sicherheit der zivilen Schifffahrt geschürt haben.
Schiffe angegriffen
Der ukrainische Vizepremierminister Oleksii Kuleba sagte am Freitag, dass russische Streitkräfte zwei ausländische Frachtschiffe in der südukrainischen Region Odesa mit Drohnen angegriffen hätten, berichtete Reuters.
Eines der Schiffe war auf dem Weg zum Hafen von Tschornomorsk, um eine Getreideladung aufzunehmen, und fuhr unter der Flagge von St. Kitts und Nevis.
Das zweite Schiff, das auf den Komoren registriert ist, wurde nahe dem Hafen von Odesa getroffen, während es Sojabohnen transportierte.
„Leider kam bei dem Angriff ein Besatzungsmitglied, ein syrischer Staatsbürger, ums Leben“, sagte Kuleba und fügte hinzu, dass mehrere weitere Menschen verletzt worden seien.
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Größere Auswirkungen
Die Angriffe auf die Schiffe erfolgten im Rahmen einer breiteren Welle russischer Attacken in der gesamten Ukraine.
Nach Angaben des Kyiv Independent führten separate russische Angriffe dazu, dass am Freitag rund die Hälfte der Wohngebäude in Kyjiw ohne Heizung war.
Die Temperaturen in der Hauptstadt sanken auf etwa minus 10 Grad Celsius, was den Druck auf die Rettungsdienste und die lokalen Behörden erhöhte, die kritische Infrastruktur wiederherzustellen.
Ukrainische Behörden erklärten, Reparaturteams arbeiteten daran, die Versorgung mit Heizung und Strom in den betroffenen Stadtteilen wiederherzustellen.
Massiver Angriff
Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht einen groß angelegten Angriff mit 242 Drohnen und 36 Raketen gestartet, wobei Kyjiw und die umliegenden Gebiete zu den Hauptzielen gehörten.
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Nach Angaben ukrainischer Behörden wurden dabei Energieanlagen und Wohngebäude in der Hauptstadt beschädigt, mindestens vier Menschen getötet und 19 weitere verletzt.
Quellen: Reuters, Kyiv Independent, Hotnews.