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Russland verweigert ukrainischen Kindern Gesundheitsversorgung bei Ablehnung von Pässen und Kriegstraining

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Erwachsenwerden bedeutet normalerweise, sich um Prüfungen, peinliche Schwärmereien und Ausgangssperren zu sorgen.

Doch an manchen Orten wird die Jugend von einer viel dunkleren Realität gekapert. Eine Gruppe von Teenagern ist gerade einem Leben entkommen, in dem Überleben bedeutete, bewaffneten Militärpatrouillen auszuweichen.

Eine gestohlene Jugend

Letzte Woche haben Rettungsteams erfolgreich 15 ukrainische Teenager und Kinder aus russisch besetzten Gebieten evakuiert. Die heimliche Operation brachte sie in sicheres Gebiet zurück. Sie hatten Monate des Drucks überlebt.

Die Geschichten, die sie mit sich tragen, zeichnen ein düsteres Bild. Laut Bring Kids Back UA, zitiert von der Ukrainska Pravda, versuchen die Besatzungsbehörden aktiv, die ukrainische Identität auszulöschen. Junge Menschen sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt.

Manche verbergen ihre Überzeugungen, nur um nach draußen gehen zu können. Die vierzehnjährige Alina lernte heimlich online. Da ihre Familie russische Dokumente ablehnte, entzogen ihr die lokalen Behörden die medizinische Versorgung.

Uniformen und Waffen

Der Druck geht weit über den Papierkram hinaus. Bewaffnete russische Soldaten streifen oft durch die Schulflure. Demian, ein achtzehnjähriger Junge, sah, wie Soldaten einen Klassenkameraden während einer erschreckenden Razzia körperlich festhielten.

Andere erlebten ähnliche Albtraumszenarien. Yevheniia, 17, überlebte mindestens zehn bewaffnete Durchsuchungen ihres Hauses. Lokale Beamte zwangen sie daraufhin in einen Militärlehrplan.

Bring Kids Back UA berichtete, dass „Kinder zwangsweise als ‚Kadetten‘ eingeschrieben wurden, Militäruniformen tragen mussten und ihnen täglich gesagt wurde, dass Krieg normal sei“, so ihre offizielle Erklärung.

Flucht vor der Einberufung

Für jugendliche Jungen birgt die Situation größere Risiken. Die Besatzungstruppen versuchen regelmäßig, junge Männer in ihre militärischen Reihen einzuziehen. Viele fliehen, bevor die Formalitäten erledigt sind.

Ivan, 18, verbrachte seine Hochschulkurse damit, Sturmgewehre unter der Aufsicht eines russischen Offiziers zu zerlegen. Er wusste, dass seine Zeit ablief.

Die Rettungsorganisation erklärte seinen Wendepunkt. „Als die Jungen zur Militärregistrierung vorgeladen wurden, floh Ivan, um nicht gegen sein eigenes Land kämpfen zu müssen“, erklärte Bring Kids Back UA.

Sicheren Boden finden

Die gerettete Gruppe erholt sich nun in spezialisierten Wiederherstellungszentren. Mitarbeiter kümmern sich um ihre Unterbringung, rechtliche Dokumente und Traumaberatung. Sie sind endlich in Sicherheit.

Doch viele junge Menschen bleiben hinter den Linien gefangen. Russische Kräfte verschärfen weiterhin ihren Griff auf Reiserouten. Das Verlassen wird jeden Tag schwieriger.

Diese jüngste Evakuierung folgt auf eine frühere Mission, bei der 19 Kinder gerettet wurden. Ein Mädchen war schwerer militärischer Belästigung ausgesetzt. Ihr einziges Verbrechen war, sich in ihrer Muttersprache zu bedanken.

Quellen: Bring Kids Back UA, Ukrainska Pravda.