Sie sagte auch, der Schritt werde dem Kreml „eine Katastrophe bringen“.
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Letzte Woche berichtete Forbes unter Berufung auf Quellen, dass in Moskau das System der „weißen Liste“ in Betrieb genommen wurde. Eine Quelle innerhalb eines Internetanbieters teilte dem Medium mit, dass das System noch nicht voll funktionsfähig sei.
Die genehmigte Liste umfasst Regierungsplattformen wie Gosuslugi und offizielle staatliche Websites sowie Dienste wie Yandex. Soziale Netzwerke, die von VK betrieben werden, darunter VKontakte und Odnoklassniki, sind ebenfalls zugänglich.
Westliche Analysten sehen dies als einen Versuch, den Informationsfluss in Russland zu kontrollieren – laut einem prominenten Pro-Kreml-Blogger könnte dies jedoch sogar Probleme für die russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine verursachen.
Wachsende Bedenken
Laut la.lv hat die russische Bloggerin und Analystin Julia Latinina Vorschläge zur Einführung strengerer Internetkontrollen kritisiert, einschließlich der Beschränkung des Zugangs zu genehmigten Websites durch sogenannte „weiße Listen“.
Sie warnte, dass solche Maßnahmen unbeabsichtigte Folgen für das Land haben könnten. Latinina bezeichnete den Schritt als mögliches „Black-Swan“-Ereignis (Schwarzer Schwan), was eine plötzliche und schädliche Entwicklung bedeutet.
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„Eine solche Entscheidung kann sogar Russlands Fähigkeit beeinträchtigen, den Krieg fortzusetzen“, sagte sie und hob die potenziellen strategischen Risiken hervor.
Kommunikationsprobleme an der Front
Anfang Februar verschärfte SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk, die Authentifizierung für die Nutzung des globalen Starlink-Netzwerks.
Der Schritt bedeutete, dass Tausende von nicht autorisierten Terminals, die vom russischen Militär in der Ukraine verwendet wurden, nun wertlos waren, was zu einem großen und unmittelbaren Zusammenbruch der Frontkommunikation führte.
Anstelle von Starlink, einem System in niedriger Erdumlaufbahn, verwenden russische Streitkräfte nun alternative Kommunikationsmethoden, einschließlich russischer Satelliten. Diese leiden jedoch im Vergleich zum Starlink-Netzwerk unter einer hohen Latenz, was die Kommunikation in Echtzeit für die russischen Streitkräfte erschwert.
Quellen: la.lv, Institute for the Study of War, Erklärungen des Kremls, Forbes