Sie produzieren derzeit 10 Millionen pro Jahr.
Die moderne Kriegsführung verändert sich schneller, als es irgendjemand hätte vorhersagen können.
Am Himmel über modernen Konfliktgebieten haben kleine und wendige Technologien die Einsatzregeln komplett neu geschrieben.
Was als taktisches Nischenexperiment begann, hat sich inzwischen zu einem industriellen Giganten entwickelt.
Von Zweifeln zu Millionen
Während der Feierlichkeiten zum Tag der ukrainischen Staatlichkeit am Mittwoch in Kiew enthüllte Präsident Wolodymyr Selenskyj, wie massiv dieser Wandel geworden ist:
Das Land produziert inzwischen unglaubliche 10 Millionen Drohnen pro Jahr.
Als der Staat sich erstmals auf die heimische Produktion konzentrierte, zweifelten Kritiker an dem Plan. Selenskyj reflektierte in seiner Rede über diese anfängliche Skepsis und merkte an, dass die internationale Gemeinschaft sehr skeptisch gewesen sei. Doch die Realität vor Ort hat diese anfänglichen Bedenken schnell widerlegt.
„Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich den Plan des Staates öffentlich bekannt gab: 1 Million Drohnen pro Jahr. Es gab überall viel Skepsis, sowohl im Land als auch im Ausland. Aber jetzt können wir feststellen: Wir produzieren 10 Millionen Drohnen pro Jahr. Zehn Millionen, und es werden 20 Millionen sein“, sagte Selenskyj laut RBC-Ukraine.
Der ehrgeizige Staatschef machte deutlich, dass die Ukraine hier nicht Halt machen will. In enger Zusammenarbeit mit internationalen Verbündeten erwartet das Land, seine Produktionskapazität zu erweitern, bis es eine beispiellose Marke erreicht. Das Ziel ist nun klar in Sicht.
Massiver Verteidigungsausbau
Diese schnelle Skalierung geht weit über kleine Fluggeräte hinaus. Bereits in diesem Sommer legten hochrangige Verteidigungsbeamte eine viel umfassendere Vision für den militärisch-industriellen Komplex des Landes dar. Sie glauben, dass die aktuelle Dynamik in andere entscheidende Waffenprogramme einfließen kann.
Während der Frühjahrstagung der Parlamentarischen Versammlung der NATO im Juni wandte sich der stellvertretende Verteidigungsminister Mstyslaw Banik direkt an internationale Verbündete.
United24 Media berichtete, dass Banik erhöhte Finanzmittel zur Förderung wichtiger Militärprogramme forderte. Laut seiner Aussage könne die heimische Industrie schließlich Tausende spezialisierter Raketen für Tiefschläge und Luftverteidigung bauen.
Private Unternehmen beweisen bereits, dass diese massiven Produktionsziele absolut realistisch sind. So berichtete das Verteidigungsportal Militarnyi, dass ein einzelner ukrainischer Hersteller namens General Cherry seine Produktion in schwindelerregendem Tempo skaliert hat. Das Unternehmen produziert monatlich über 100.000 Drohnen.
Dieser unermüdliche Produktionsantrieb zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Während die Fabriken rund um die Uhr laufen, definieren die Fließbänder die moderne Militärlogistik weiterhin neu. Das Unmögliche ist nun tägliche Realität.