Der ukrainische Präsident hat vorgeschlagen, dass er und Putin sich auf neutralem Boden treffen.
Am Donnerstag sandte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen offenen Brief direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Er forderte sein Gegenüber auf, ein Datum für ein persönliches Treffen festzulegen, um ein Ende der anhaltenden Gewalt zu erörtern.
In dem Brief erklärte Selenskyj, die Ukraine verfüge über Geheimdienstinformationen, die darauf hindeuteten, dass Russland Pläne schmiede, den Krieg in den Jahren 2027 und 2028 fortzusetzen. Er forderte den russischen Staatschef jedoch auf, die Kämpfe zu beenden, bevor es so weit komme.
Er stellte zudem klar, dass künftige Verhandlungen sowohl europäische als auch amerikanische Staats- und Regierungschefs einbeziehen müssten.
Washington äußert sich
Im Gespräch mit Reportern im Weißen Haus äußerte US-Präsident Donald Trump seine Ansichten zu dem möglichen Treffen. Er zeigte sich optimistisch angesichts des plötzlichen Tonwechsels.
„Nun, ich weiß nicht. Ich bin froh, dass sie vielleicht über ein Treffen sprechen“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er beschrieb sowohl Selenskyj als auch Putin als „sehr gute Leute“, die „unglaubliche Länder“ repräsentierten.
Der amerikanische Staatschef beanspruchte auch Anerkennung dafür, den Weg geebnet zu haben. Trump erklärte, die Vereinigten Staaten hätten hinter den Kulissen erhebliche Anstrengungen unternommen, um ein persönliches Gespräch zu ermöglichen. Er sprach der Idee seine volle Unterstützung aus.
„Ich denke, es wäre großartig, wenn sie sich träfen. Sie sollten es schaffen“, fügte Trump hinzu.
Warten auf Moskau
Alle Augen richten sich nun auf Russland, um zu sehen, wie der Kreml auf das Angebot reagiert. Eine offizielle Antwort steht noch aus. Russische Beamte haben jedoch bestätigt, dass ihnen die Korrespondenz bekannt ist.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, die russischen Behörden hätten den offenen Brief gesehen. Er merkte an, dass Putin später über dessen Inhalt informiert werde. Ob dies zu einem historischen Gipfel führen wird, bleibt eine große Frage.
Um Verhandlungen aufzunehmen, bot die Ukraine einen sofortigen Waffenstillstand an. Selenskyj schlug vor, dass die Vereinigten Staaten die Frontlinien überwachen könnten, während beide Seiten einen vollständigen Kriegsgefangenenaustausch durchführen und die Rückführung deportierter Kinder erleichtern.
Anstatt sich in Kiew oder Moskau zu treffen, schlug er einen neutralen Ort wie die Schweiz oder die Türkei vor.