Ein im Internet kursierendes Video wirft ein Schlaglicht darauf, wie russische Soldaten innerhalb von Russlands Kriegsanstrengungen miteinander umgehen.
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Das kurze Video, beiläufig mit einem Handy aufgenommen, hat Empörung ausgelöst wegen dessen, was es über die Haltung an der Front offenbart.
Der Clip hat sich rasch in sozialen Medien verbreitet und neue Fragen über die Rolle und das Schicksal von Söldnern aufgeworfen, die an der Seite russischer Truppen kämpfen.
Ausländische Kämpfer
Die russische Armee besteht nicht nur aus eigenen Soldaten, sondern auch aus Söldnern aus kremlnahen Ländern wie Nordkorea sowie aus Rekruten aus mehreren afrikanischen Staaten. Viele dieser Männer sollen sich aus finanziellen Gründen dem Krieg angeschlossen haben.
Kritiker sagen, diese Kämpfer würden routinemäßig als entbehrlich behandelt, eine Wahrnehmung, die durch wiederholte Berichte vom Schlachtfeld gestützt wird.
Das betreffende Video scheint diese Vorwürfe zu untermauern.
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Spott vor der Kamera
Die Aufnahmen zeigen eine Gruppe afrikanischer Söldner, die zu einer fröhlichen Melodie tanzen und singen. Die Stimmung unter den Männern wirkt entspannt und ausgelassen.
Hinter der Kamera ist jedoch ein russischer Soldat zu hören, der sie während der Aufnahme verspottet.
„Schaut euch an, wie viele Wegwerf-Leute hier sind. Sie singen sogar. So fröhlich“, sagt der Soldat lachend.
Er fügt hinzu, dass „das kein Problem“ sei, bevor er andeutet, dass sich ihre Stimmung bald ändern werde.
„Dann werden sie anders singen“
Der russische Soldat setzt seinen Kommentar fort und deutet an, was die Söldner erwarte.
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„Sobald sie zum Angriff geschickt werden, werden sie anders singen, in einer ganz anderen Tonlage“, sagt er düster.
Die Aussagen sind im Internet weitgehend verurteilt worden, da sie als entmenschlichend gelten und zeigen sollen, wie einige russische Soldaten verbündete ausländische Kämpfer betrachten.
Die Identität des Soldaten sowie der genaue Aufnahmeort wurden nicht unabhängig verifiziert.
Größerer Zusammenhang
Schätzungen des Unified Medical Information and Analytical System (UMIS) zufolge kämpfen derzeit rund 1.500 Söldner aus mehr als 48 Ländern auf Russlands Seite im Krieg gegen die Ukraine.
Berichte von der Front deuten immer wieder darauf hin, dass ausländische Rekruten häufig den gefährlichsten Einsätzen zugeteilt werden, mit begrenztem Schutz und hohen Verlustzahlen.
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Das Video trägt zu den wachsenden Hinweisen bei, dass diese Kämpfer weniger als Verbündete denn als austauschbare Arbeitskraft betrachtet werden.
Quellen: Social media footage, UMIS, O2.
