Startseite Krieg Video zeigt, wie Putins Rakete Wohnhäuser im Süden Russlands trifft

Video zeigt, wie Putins Rakete Wohnhäuser im Süden Russlands trifft

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Bewohner im Süden Russlands wurden in der Nacht durch Explosionen aus dem Schlaf gerissen, als die Luftabwehr auf einen Angriff reagierte.

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Binnen Stunden kursierten widersprüchliche Erklärungen darüber, was die Zerstörung verursacht hatte.

Im Internet geteilte Aufnahmen haben seitdem die Debatte darüber angeheizt, ob russische Waffen über eigenen Städten versagt haben.

Nacht des Chaos

Nach Angaben der Daily Express ereignete sich der Vorfall in den frühen Morgenstunden des 20. Januar 2026 während eines großen ukrainischen Drohnenangriffs auf Energieanlagen im Süden Russlands.

Der Angriff traf Nowaja Adygeja, eine Siedlung direkt auf der anderen Seite des Kuban-Flusses gegenüber dem regionalen Zentrum Krasnodar.

Von Anwohnern gefilmte Videos zeigen ein schnell fliegendes Projektil, das vom Kurs abweicht und anschließend in ein Wohngebiet stürzt.

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Die Explosion löste einen großen Feuerball und eine Druckwelle aus, die einen Parkplatz neben einem mehrstöckigen Wohnblock verwüstete.

Von dem Medium zitierte Open-Source-Intelligence-Analysten identifizierten das Projektil als russischen Luftabwehrabfangkörper, vermutlich gestartet von einem S-300- oder S-400-System.

Wohnungen beschädigt

Die Behörden teilten mit, dass mindestens 11 Menschen verletzt wurden, darunter ein Kind.

Mehrere Opfer wurden nach Angaben regionaler Stellen mit Verbrennungen und Splitterverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Zwischen 15 und 25 Fahrzeuge wurden zerstört oder schwer beschädigt.

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Mehrere Wohnungen erlitten strukturelle Schäden, zerbrochene Fenster und Brände im Inneren, sodass Familien bei eisigen Wintertemperaturen evakuiert werden mussten.

Lokale Behörden stellten vorübergehende Unterkünfte und Nothilfe bereit, nachdem der gesamte Komplex geräumt worden war.

Schuldfrage umstritten

Murat Kumpilow, das Oberhaupt der Republik Adygeja, bezeichnete den Vorfall zunächst als „UAV-Einschlag“ in ein Wohngebäude. Pro-Kreml-Medien machten später ukrainische „Kamikaze“-Drohnen verantwortlich.

Unabhängige russische Medien wie ASTRA und Voennyi Osvedomitel widersprachen dieser Darstellung jedoch.

Sie verwiesen auf Trümmermuster und die Stärke der Explosion und argumentierten, diese entsprächen dem hochexplosiven Splittergefechtskopf einer Boden-Luft-Rakete und nicht einer leichten Drohne.

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Der Daily Express berichtete, dies sei Teil einer wachsenden Liste von Vorfällen mit „Eigenbeschuss“, die mit russischen Luftabwehrsystemen in dicht besiedelten Gebieten in Verbindung stehen.

Weitere Folgen

In derselben Nacht sollen ukrainische Angriffe einen Großbrand in der Afipsky-Ölraffinerie im benachbarten Gebiet Krasnodar ausgelöst haben. Flughäfen in Krasnodar, Sotschi und Gelendschik wurden vorübergehend geschlossen, was den regionalen Reiseverkehr beeinträchtigte.

Analysten sagen, der zunehmende Einsatz ukrainischer Langstreckendrohnen zwinge Russland dazu, schwere Luftabwehrsysteme in der Nähe ziviler Zentren zu stationieren, was das Risiko weiterer Zwischenfälle erhöhe.

Asymmetrische Angriffe tief im russischen Staatsgebiet setzten, so warnen sie, den inneren Sicherheitsapparat des Kremls zunehmend unter Druck.

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Quellen: Daily Express, ASTRA, Voennyi Osvedomitel