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Ein schneller Einsatz, eine lange Rechnung: Die Kosten der Venezuela-Mission im Überblick

Ein schneller Einsatz, eine lange Rechnung: Die Kosten der Venezuela-Mission im Überblick

Was das Budget des Pentagon über die Maduro-Operation verrät.

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Konflikte verursachen zusätzliche Kosten. Diese Warnung von Mark Cancian vom Center for Strategic and International Studies trifft den Kern der Debatte, die sich nun in Washington entfaltet, nachdem US-Streitkräfte Anfang Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen haben.

Der Hubschraubereinsatz, bei dem Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores aus Caracas gebracht wurden, dauerte nur wenige Stunden. Die finanziellen Auswirkungen dahinter erstreckten sich über Monate, wie aus Dokumenten des CSIS hervorgeht.

Eine Berichterstattung des rumänischen Mediums Digi24 auf Grundlage einer detaillierten Bloomberg-Analyse ergab, dass die operativen Kosten der in die Karibik entsandten US-Kriegsschiffe während der Hochphase von Mitte November bis Mitte Januar auf über 20 Millionen US-Dollar pro Tag anstiegen.

Diese Zahlen basieren auf Betriebsdaten des Pentagon und Kostenmodellen des Congressional Budget Office und spiegeln weitgehend die Betriebskosten der Schiffe wider.

Die Regierung betonte, dass für die Mission keine neuen Haushaltsmittel erforderlich gewesen seien, da die eingesetzten Kräfte bereits im Rahmen des bestehenden Verteidigungshaushalts stationiert und finanziert gewesen seien.

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Diese Unterscheidung ist entscheidend

Cancian merkte an, schreibt Digi24: „Im Haushalt des Verteidigungsministeriums gibt es keine Notfallmittel für unvorhergesehene Operationen.“

Wenn sich Einsätze intensivieren, steigen die Kosten innerhalb desselben Gesamtbudgets durch zusätzliche Flugstunden, verlängerte Stationierungen und aufgefüllte Munitionsbestände.

Bloomberg schätzte, dass die umfassendere Operation Southern Spear, die dem als Operation Absolute Resolve bezeichneten Maduro-Einsatz vorausging, seit August 2025 vermutlich rund 2 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Diese Berechnung konzentriert sich auf inkrementelle Betriebskosten wie zusätzliche Tage auf See und erhöhte Flugzeugnutzung.

Separate Zahlen, auf die sich das rumänische Medium bezog, veranschlagten die Gesamtsumme auf nahezu 3 Milliarden US-Dollar. Diese höheren Schätzungen scheinen ein breiteres Spektrum an Ausgaben einzubeziehen, darunter anhaltende Luftpatrouillen, Treibstoffverbrauch, logistische Unterstützung und einsatzbezogene Personalleistungen. Die Gesamtsummen variieren je nachdem, welche Kostenkategorien einbezogen werden.

Ein mit internen Diskussionen vertrauter Mitarbeiter des Senats bezeichnete den buchhalterischen Ansatz als „haushaltspolitischen Rauch und Spiegel“, was die Frustration darüber widerspiegelt, dass bislang keine einheitliche, umfassende Zahl öffentlich vorgelegt wurde.

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Abgeordnete fordern Klarheit

Mitglieder des Streitkräfteausschusses des Senats erklärten, sie hätten keine formelle Kostenaufstellung des Pentagon erhalten. Diese mangelnde Transparenz könnte die Aufsichtsanhörungen in den kommenden Monaten verschärfen.

Das Ausmaß der Aufstockung spiegelte mehr als nur eine einzelne Festnahme wider. Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela haben sich seit Jahren aufgrund von Sanktionen, Anklagen im Zusammenhang mit Drogenhandel und umstrittenen Wahlen verschlechtert.

Bloomberg berichtete, dass allein die Trägerkampfgruppe der USS Gerald R. Ford tägliche Betriebskosten von schätzungsweise rund 11,4 Millionen US-Dollar verursachte, zusammen mit amphibischen Schiffen wie der USS Iwo Jima.

Mehrere ursprünglich für NATO-Übungen und andere Einsätze vorgesehene Schiffe wurden laut Bloombergs Nachverfolgung von Schiffsbewegungen in die Karibik umgeleitet, was die Flexibilität der USA an anderer Stelle einschränkte, während andere globale Spannungen anhielten.

Der Einsatz mag kurz gewesen sein. Die finanziellen und strategischen Folgewirkungen sind es nicht.

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Quellen: Digi24, CSIS