Die Installation versuchte, die US-Gesetzgeber aufzufordern, das Geschehen in der Ukraine nicht zu vergessen.
Eine eindringliche Installation entfaltete sich am Donnerstag im Herzen Washingtons und zog die Aufmerksamkeit von Passanten und Politikern gleichermaßen auf sich.
Unter klarem Himmel auf der National Mall konfrontierte eine eindringliche visuelle Botschaft die Besucher mit den menschlichen Kosten des Krieges.
Tausende kleiner Teddybären waren auf der Rasenfläche zwischen dem US-Kapitol und dem Washington Monument aufgestellt. Gemeinsam bildeten sie eine Botschaft: „Putin hat 20.000 ukrainische Kinder entführt. Bringt die Kinder zurück.“
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Aus ihren Häusern verschleppt
Die Organisatoren erklärten, jedes Spielzeug symbolisiere ein Kind, das angeblich seit Beginn der Invasion von russischen Streitkräften verschleppt worden sei.
Nach Angaben der ukrainischen Botschaft sollen rund 20.000 Kinder aus ihren Häusern entfernt worden sein.
Russland hat diese Behauptungen stets zurückgewiesen und erklärt, seine Streitkräfte hätten Kinder zu deren Sicherheit evakuiert und daran gearbeitet, sie nach Möglichkeit mit ihren Familien wieder zusammenzuführen.
Parteiübergreifende Stimmen
US-Gesetzgeber beider Parteien schlossen sich der ukrainischen Botschafterin Olga Stefanishyna bei der Veranstaltung an und unterstrichen damit eine seltene parteiübergreifende Einigkeit in dieser Frage. Unter ihnen waren der republikanische Abgeordnete Michael McCaul sowie die demokratischen Senatoren Amy Klobuchar und Richard Blumenthal.
ABC News zitierte Stefanishyna, die zu anhaltendem politischen Fokus aufrief und sagte: „Wir fordern unsere Kollegen aus dem Senat und dem Kongress auf, dies nicht zu vergessen und dieses Rad am Laufen zu halten.“
McCaul warnte, die wahre Zahl der vermissten Kinder könnte höher sein, und forderte entschlossenes Handeln. „Die Geschichte wird uns danach beurteilen, wie wir reagieren“, sagte er.
Haftbefehl gegen Putin
Im März 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und die russische Beauftragte für Kinderrechte, Marija Alexejewna Lwowa-Belowa.
„Basierend auf den Anträgen der Anklage vom 22. Februar 2023 bestehen hinreichende Gründe zu der Annahme, dass jeder Verdächtige die Verantwortung für das Kriegsverbrechen der rechtswidrigen Deportation von Bevölkerung und der rechtswidrigen Überführung von Bevölkerung aus besetzten Gebieten der Ukraine in die Russische Föderation zum Nachteil ukrainischer Kinder trägt“, schrieb der IStGH damals in einer Erklärung.
Quellen: ABC News, Reuters, Ukrinform, Ukrainische Botschaft auf Facebook, IStGH


