Eine linksextreme Gruppe hat die Verantwortung übernommen, doch laut Anonymous Deutschland ist das Bekennerschreiben nicht authentisch.
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Am frühen Samstagmorgen wurden mehrere Kabel auf einer Brücke in der Nähe eines gasbetriebenen Kraftwerks im Südwesten Berlins brennend aufgefunden, berichtete die BBC.
Die Feuerwehr löschte den Brand, doch in einem weiten Gebiet kam es zu einem Stromausfall.
Nach Angaben der Behörden waren rund 45.000 Haushalte und etwa 2.200 Unternehmen betroffen. Zu den betroffenen Einrichtungen gehörten auch Schulen, die sich auf die Wiedereröffnung nach den Weihnachtsferien vorbereiteten.
Bis Sonntagnachmittag war die Stromversorgung bei rund 10.000 Haushalten und 300 Unternehmen wiederhergestellt. Der Berliner Netzbetreiber erklärte, eine vollständige Wiederherstellung werde erst am Donnerstag erwartet.
Reaktionen der Behörden
Berlins Wirtschaftssenator sagte deutschen Medien, dass Brandsätze eingesetzt worden seien, um die Kabel zu beschädigen.
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Der Regierende Bürgermeister verurteilte den Angriff und warf „mutmaßlichen Linksextremisten“ vor, wissentlich Menschenleben in Gefahr gebracht zu haben – insbesondere Patienten in Krankenhäusern.
Die Behörden erklärten, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen seien mit Notstromaggregaten versorgt worden. Einige Patienten seien in andere Einrichtungen verlegt worden, zudem seien Menschen, die zu Hause betreut wurden, in Einrichtungen mit freien Kapazitäten gebracht worden.
Mehrere Krankenhäuser hätten bis Sonntag wieder Strom gehabt, teilten die Behörden mit.
Russische False-Flag-Operation?
Eine linksextreme Aktivistengruppe mit dem Namen „Vulkangruppe“ erklärte laut einer in sozialen Medien veröffentlichten Stellungnahme, sie habe den Angriff verübt.
Die Gruppe erklärte, ihr eigentliches Ziel sei die fossile Energiewirtschaft gewesen, nicht die Unterbrechung der Stromversorgung.
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Die Polizei teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, man halte das Bekennerschreiben im Rahmen der laufenden Ermittlungen für „plausibel“. Zuvor hatte die Gruppe erklärt, sie stecke hinter einem Brandanschlag im Jahr 2024, der die Produktion im Berliner Tesla-Werk zum Stillstand gebracht habe.
Anonymous Deutschland behauptet nun jedoch, dass zumindest dieses Geständnis eine russische False-Flag-Operation sei.
In einem Beitrag auf X beruft sich die Gruppe auf einen Sprachexperten, der erklärt habe, das Bekennerschreiben sei ursprünglich nicht auf Deutsch verfasst worden.
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In einem weiteren Beitrag schrieb Anonymous Deutschland, „wer glaubt, dass eine linksextreme Vulkangruppe am Werk war, glaubt auch, dass Hitler ein Kommunist war“.
Anonymous Deutschland legte keine weiteren Beweise für seine Behauptungen vor.
Quellen: AFP, deutsche Medien, BBC, X
