Ein britischer Geschäftsmann ist in Thailand nach einem Sturz aus einem Hochhaus ums Leben gekommen. Der Vorfall wird untersucht, da weiterhin Fragen zu den Umständen bestehen.
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Das britische Außenministerium hat bestätigt, dass es die Familie eines britischen Mannes unterstützt, der in Thailand ums Leben gekommen ist, nachdem Berichte die Person als Quentin Griffiths, Mitgründer des Online-Modehändlers ASOS, identifiziert hatten.
Weitere Details stammen aus britischen Medien. The Sun berichtet, dass Griffiths, 58, vom Balkon im 17. Stock seines Apartments in Pattaya, einer Küstenstadt im Osten Thailands, gestürzt sei, während die Daily Mail Pattaya als Ort nennt und schreibt, Rettungskräfte hätten seinen Leichnam am Boden unterhalb des Gebäudes entdeckt.
Die thailändische Polizei teilte lokalen Medien laut den Zeitungsberichten mit, es gebe keine sichtbaren Anzeichen für ein Gerangel in der Wohnung. Die Ermittler schließen andere Möglichkeiten nicht aus, und forensische Untersuchungen sind im Gange. Eine vollständige Obduktion wird erwartet. Nach Angaben der Ermittler könnte es Monate dauern, die genaue Todesursache festzustellen.
Berichteter finanzieller Streit
In den vergangenen Monaten war Griffiths in das verwickelt, was britische Boulevardzeitungen als finanziellen Streit in Thailand im Zusammenhang mit gemeinsamen Geschäfts- und Immobilieninteressen mit seiner Ex-Frau bezeichneten. Medienberichten zufolge war er zuvor von der Polizei befragt worden und hatte ein Fehlverhalten bestritten. Die Angelegenheit soll noch andauern.
Mehr als zwei Jahrzehnte zuvor hatte er am Aufbau einer der bekanntesten Online-Modemarken Großbritanniens mitgewirkt.
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Griffiths gehörte zu den vier Gründern, die ASOS im Juni 2000 in London ins Leben riefen. Ursprünglich unter dem Namen AsSeenOnScreen gegründet, begann das Unternehmen mit dem Verkauf von von Film und Fernsehen inspirierten Outfits, bevor es sich zu einem globalen Fast-Fashion-Händler für junge Erwachsene entwickelte.
Später wurde es unter dem Kürzel ASC an der Londoner Börse notiert und wuchs zu einem Unternehmen heran, das Kunden in nahezu jedem Land bedient.
2005 zog er sich aus seiner Führungsrolle zurück, nachdem er als Marketingdirektor tätig gewesen war.
Der Aufstieg von ASOS und jüngste Belastungen
In den vergangenen Jahren sah sich ASOS wachsendem Druck durch intensiveren Wettbewerb und veränderte Konsumgewohnheiten ausgesetzt.
In den jüngsten Jahresergebnissen meldete das Unternehmen einen Umsatz von 2,9 Milliarden Pfund sowie Umstrukturierungsmaßnahmen, die darauf abzielen, die Leistung in einem schwierigen Einzelhandelsumfeld zu stabilisieren.
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Es gibt keine Hinweise darauf, dass Griffiths in den vergangenen Jahren eine Managementposition im Unternehmen innehatte.
Die thailändische Polizei untersucht weiterhin die Umstände des Sturzes.
Quellen: The Sun; Daily Mail