Schockierende Aufnahmen, die online kursieren, haben die Kritik an der US-Einwanderungsdurchsetzung weiter verschärft. Das Video zeigt, wie eine Frau während einer Konfrontation mit Bundesbeamten gewaltsam aus ihrem Fahrzeug entfernt wird, während sich die Proteste weiter ausbreiten.
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Der Vorfall ereignete sich weniger als eine Woche nach der tödlichen Erschießung von Renee Nicole Good, einem Ereignis, das bereits landesweit Unruhen ausgelöst hat.
Jüngster Hintergrund
Nach Angaben von LADbible wurde Renee Nicole Good, 37, am 7. Januar 2026 im Raum Minneapolis von einem Beamten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) erschossen. Der Vorfall löste landesweite Proteste aus und verschärfte die politischen Spannungen.
Videoaufnahmen der Begegnung zeigten Good im Gespräch mit Agent Jonathan Ross, bevor sie ihn angeblich mit ihrem Auto streifte.
Die Behörden erklärten, der Beamte habe geschossen, nachdem sie versucht habe wegzufahren. Die Trump-Regierung bezeichnete Good später als „inländische Terroristin“, während das Heimatschutzministerium sie als „gewalttätige Randaliererin“ einstufte.
Straßenkonfrontation
Nach der Schießerei setzten ICE-Operationen in Minnesota fort. Am 13. Januar kam es im Zuge von Protesten im Bundesstaat zu einer weiteren Konfrontation.
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Aufnahmen zeigen eine nicht identifizierte Frau, die von ICE-Beamten aus ihrem Auto gezerrt wurde, während sie sich an der Fahrertür festklammerte. Mehrere Beamte, einige mit Masken und Sonnenbrillen, waren zu sehen, wie sie die Frau festhielten, während Umstehende die Sicherheitskräfte aufforderten, aufzuhören.
The Independent berichtete, die Frau habe offenbar versucht, die Beamten zwischen ihrem Fahrzeug und einem anderen Auto einzuklemmen.
Aussagen der Frau
Während des Vorfalls war die Frau zu hören, wie sie rief: „Ich wurde schon einmal von der Polizei verprügelt. Ich bin behindert, ich versuche dort oben zum Arzt zu kommen, deshalb konnte ich mich nicht bewegen.
„Ich bin eine autistische, behinderte Person, ich versuche zum Arzt zu gehen.“
Mindestens drei männliche Beamte waren daran beteiligt, sie zu Boden zu bringen, nachdem sie aus dem Auto gezogen worden war. Ihr Sicherheitsgurt schien dabei an ihrem Hals zu ziehen, bevor sie gefesselt wurde. Nachdem sie abgeführt worden war, sei sie Berichten zufolge erneut zu Boden geworfen worden, während sie noch gefesselt war.
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Ein Augenzeuge rief: „Wo ist eure Menschlichkeit?“, während andere die Szene als „so verdammt schlimm“ bezeichneten und sagten: „Alles, was ihr tut, ist verletzen.“
Offizielle Reaktion
LADbible berichtete, dass das Heimatschutzministerium um eine Stellungnahme gebeten wurde. Behörden erklärten, dass in Minnesota in den vergangenen fünf Tagen mindestens 60 Personen angeklagt worden seien, weil sie Einwanderungsbehörden behindert oder angegriffen hätten.
Der amtierende stellvertretende Exekutivdirektor von ICE ERO, Marcos Charles, sagte gegenüber Fox News: „Wir werden jeden festnehmen, der bei diesen Durchsetzungsmaßnahmen eingreift oder sie behindert … Wir haben bereits 60 Personen festgenommen, die uns im Weg standen, uns behindert oder einen Beamten angegriffen haben.“
US-Präsident Donald Trump warnte später vor einem „Tag der Abrechnung“ für Minnesota, während das Heimatschutzministerium bestätigte, dass rund 2.000 Bundesbeamte in den Großraum Minneapolis–St. Paul entsandt worden seien. Die Proteste haben sich inzwischen auf Städte wie New York und Washington, D.C. ausgeweitet.
Quellen: LADbible, The Independent, Fox News