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Bereitet Putin eine neue „Krim“ vor? Pro-russische Online-Kampagne schlägt in NATO-Staat Alarm

Vladimir Putin
photoibo / Shutterstock.com

Die Online-Posts fördern angeblich die Idee einer sogenannten „Narvaer Volksrepublik“.

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Ein Strom von Nachrichten, der in russischsprachigen sozialen Medien kursiert, hat die Aufmerksamkeit der estnischen Sicherheitsbehörden auf sich gezogen.

Beamte sagen, dass die Onlineaktivitäten separatistische Ideen in der östlichen Grenzstadt Narva fördern. Die Behörden befürchten, dass die Botschaften Teil eines umfassenderen Versuchs sein könnten, den NATO-Mitgliedstaat zu destabilisieren.

Laut der deutschen Zeitung BILD hat sich die Kampagne in den vergangenen Wochen über Plattformen wie Telegram und VKontakte verbreitet.

Die Beiträge ermutigen zur Gründung einer sogenannten „Volksrepublik Narva“ in der Stadt mit rund 50.000 Einwohnern an Estlands Grenze zu Russland.

Narva gilt als besonders sensibel, da etwa 90 Prozent der Bevölkerung Russisch sprechen, was die Stadt zu einem häufigen Ziel von Informationsoperationen macht, die sich an russischsprachige Gemeinschaften richten.

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„Wir warten auf Russland“

Die estnische Anti-Propaganda-Website Propastop, die sich der Bekämpfung anti-estnischer Propaganda widmet, stellt fest, dass Kanäle in sozialen Medien wie Telegram, VKontakte und TikTok separatistische Symbolik, politische Botschaften und militärische Bilder sowie Bezeichnungen wie „Volksrepublik Narva“ verwenden.

Propastop hebt eine Facebook-Gruppe mit einem russischen Namen hervor, der direkt „Wir warten auf Russland“ bedeutet.

Die Verwendung des Begriffs „Volksrepublik“ sorgt für Besorgnis, da Russland denselben Begriff zur Beschreibung der ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk verwendet, die Russland als russisches Territorium beansprucht.

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Aufrufe zum Handeln

Seit Anfang März haben einige Nachrichten ihre Anhänger dazu ermutigt, Propagandamaterial zu verbreiten und sich auf Störaktionen vorzubereiten.

Im Internet kursierende Botschaften rufen Einwohner dazu auf, die „Volksrepublik Narva“ auszurufen und sie angeblich mit Unterstützung des russischen Militärs mit Gewalt gegen den estnischen Staat zu verteidigen.

Zu den in der Kampagne verwendeten Parolen gehören „Russen, wir sind nicht allein!“ und „Von Narva bis Püssi erstreckt sich russisches Land.“

Online geteilte Bilder zeigen Karten und Flaggen der angeblichen Republik, während maskierte Personen in Videos Unterstützer dazu auffordern, „gemeinsam zu handeln“.

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Behörden weisen Vorwürfe zurück

Estnische Beamte sagen, die Aktivitäten wirkten eher wie eine Einflussoperation als wie eine echte Graswurzelbewegung.

Marta Tuule, Sprecherin der estnischen Sicherheitspolizei KAPO, sagte gegenüber BILD, die Beiträge seien Teil einer Desinformationskampagne, die darauf abziele, die Stabilität zu untergraben.

„Solche Techniken wurden bereits in Estland und anderen Ländern eingesetzt“, sagte Tuule. „Es ist eine einfache und kostengünstige Methode, Unsicherheit zu schaffen und die Gesellschaft einzuschüchtern.“

Sie warnte außerdem: „Dies ist eine Provokation, und eine Beteiligung daran kann strafrechtliche Konsequenzen haben.“

Zeitpunkt wirft Fragen auf

Eine Quelle aus dem estnischen Geheimdienst sagte BILD, der Zeitpunkt der Kampagne könnte kein Zufall sein.

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„Es ist kein Zufall, dass diese Kampagne gerade jetzt beginnt, da sich die Aufmerksamkeit der Welt auf den Iran richtet“, sagte die Quelle.

Der Beamte fügte hinzu: „Wir können jedoch nicht ausschließen, dass damit ein russischer Einmarsch vorbereitet werden soll, ähnlich wie in der Ukraine im Jahr 2014.“

Europäische Behörden haben in den vergangenen vier Jahren mehr als 150 mutmaßliche hybride Angriffe mit Verbindung zu Russland gemeldet, darunter Sabotageakte, Brandstiftung und versuchte Bombenanschläge.

Quellen: BILD, Estnische Sicherheitspolizei (KAPO), United24Media, Propastop

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