Ein prestigeträchtiger Schönheitswettbewerb für Kamele im Oman ist von einem Kosmetikskandal überschattet worden, bei dem Tiere verändert wurden, um attraktiver auszusehen.
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Veterinärinspektoren entdeckten, dass mehrere Kamele verbotene Eingriffe erhalten hatten, was zu Disqualifikationen führte und schnell eine Debatte im Internet auslöste.
Laut Digi24.ro wurden im Februar 2026 zwanzig Kamele vom Oman Camel Beauty Festival ausgeschlossen, nachdem Inspektionen Hinweise auf kosmetische Veränderungen ergeben hatten.
Kosmetische Kontroverse
Schönheitswettbewerbe für Kamele sind seit langem Teil der kulturellen Traditionen der Wüstenregion und ziehen unter Züchtern ernsthafte Konkurrenz an.
Die Richter bewerten die Tiere in der Regel anhand von Merkmalen wie Fellzustand, Halsform, Kopfstruktur und dem Erscheinungsbild des Höckers. Ein glänzendes Fell, ein langer Hals, ein ausgeprägter Kopf mit vollen Lippen und langen Wimpern sowie ein gut geformter Höcker gehören zu den Eigenschaften, die als wünschenswert gelten.
Laut Digi24.ro entdeckten Veterinärteams mehrere Hinweise darauf, dass einige Tiere verändert worden waren, um diese Merkmale zu verbessern.
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Ermittler berichteten, dass bestimmten Kamelen Botox in die Lippen injiziert worden war, um sie voller erscheinen zu lassen, während bei anderen Hinweise auf Substanzen gefunden wurden, die zur Entspannung der Gesichtsmuskulatur eingesetzt werden.
Verbotene Eingriffe
Inspektoren entdeckten außerdem Silikon, das verwendet wurde, um Nasen neu zu formen, sowie Substanzen, die injiziert wurden, um Höcker künstlich zu vergrößern.
Darüber hinaus sollen bei einigen Tieren Hormonbehandlungen eingesetzt worden sein, um die Muskeldefinition zu erhöhen.
Laut Digi24.ro besagen die Wettbewerbsregeln, dass bereits eine einzige künstliche Veränderung ausreicht, um eine Disqualifikation auszulösen.
Das Festival wird vom Camel Club gemeinsam mit der Oman Camel Racing Federation organisiert, die die Einhaltung der Wettbewerbsstandards überwacht.
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Wettbewerbe mit hohen Einsätzen
Die Organisatoren argumentieren, dass strenge Regeln notwendig sind, um sowohl die Tradition als auch die Zuchtstandards zu bewahren. Sie sagen, dass das Zulassen kosmetischer Eingriffe die Authentizität der Wettbewerbe untergraben würde.
Laut Digi24.ro können Schönheitswettbewerbe für Kamele erhebliche finanzielle Gewinne beinhalten, wobei das Preisgeld bei einigen Veranstaltungen mehrere zehn Millionen Dollar erreichen kann.
Gewinnende Tiere können zudem durch Zuchtrechte und Verkäufe erheblich an Wert gewinnen, was den Druck auf die Besitzer erhöht, die optisch beeindruckendsten Kamele zu präsentieren.
Ähnliche Kontroversen sind auch in Nachbarländern aufgetreten. Große Kamelfestivals in Saudi-Arabien führten 2018 und erneut 2021 zu Massen-Disqualifikationen, nachdem Behörden vergleichbare kosmetische Veränderungen aufgedeckt hatten.
Reaktionen im Internet
Die Nachricht über die Disqualifikationen verbreitete sich schnell im Internet, wo viele Nutzer sozialer Medien mit Humor und Kritik reagierten.
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Laut Digi24.ro gaben einige Kommentatoren den Tieren den Spitznamen „Kardashian-Kamele“, ein Ausdruck, der sich auf sozialen Plattformen weit verbreitete.
Andere veröffentlichten Kommentare wie: „Jeden Tag hören wir Dinge, die wir nicht hören sollten“, während Reaktionsclips und Memes kosmetische Eingriffe mit Bildunterschriften wie „Bitte hört mit Botox auf“ aufs Korn nahmen.
Abseits der Witze stellten einige Nutzer die Frage, wie weit Besitzer im Streben nach dem Sieg gehen sollten.
Laut Digi24.ro sagen die Organisatoren, dass die Disqualifikationen ein klares Signal senden, dass in zukünftigen Wettbewerben nur natürliche Merkmale und Abstammung belohnt werden.
Quellen: Digi24.ro