Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, europäische Länder in die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine einzubeziehen.
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Bei einem Auftritt in Washington nach einem Treffen mit Trump im Weißen Haus warnte Merz, dass Europa kein Friedensabkommen akzeptieren werde, das ohne seine Beteiligung ausgehandelt wird, berichtet Agerpres, zitiert von Digi24.ro.
Europa will einen Platz am Tisch
„Wir sind nicht bereit, ein Abkommen zu akzeptieren, das über unsere Köpfe hinweg ausgehandelt wird“, sagte Merz.
Er argumentierte, dass jede dauerhafte Einigung die Unterstützung europäischer Länder erfordern werde, die seit Beginn des Konflikts eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Ukraine gespielt haben.
Nach Angaben des deutschen Bundeskanzlers versteht Trump, dass ein Friedensabkommen europäische Unterstützung haben muss, um dauerhaft zu sein.
Rolle der europäischen Verbündeten
Merz sagte, Europas Beiträge zur Sicherheit der Ukraine, zum Wiederaufbau und zu einer möglichen Integration in europäische Strukturen seien für jede langfristige Lösung entscheidend.
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Ohne die Europäische Union und enge Partner wie das Vereinigte Königreich sei eine dauerhafte Einigung schwer zu erreichen, sagte er.
Der deutsche Regierungschef betonte außerdem, dass Deutschland in Europa zum wichtigsten Unterstützer der Ukraine in militärischer, finanzieller und politischer Hinsicht geworden sei.
Druck auf Moskau
Merz forderte Washington auf, den Druck auf Russland zu erhöhen, um den Kreml zu Verhandlungen zu bewegen.
Er argumentierte, dass Russlands Wirtschaft nach vier Jahren Krieg geschwächt sei und dass das Militär des Landes schwerere Verluste erlitten habe als erwartet.
Nach Ansicht von Merz könnte stärkerer Druck der Vereinigten Staaten den russischen Präsidenten Wladimir Putin eher zu Kompromissen bewegen.
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Den Krieg beenden
Der deutsche Bundeskanzler sagte, der von Moskau begonnene Konflikt müsse dauerhaft beendet werden, anstatt später zu pausieren und wieder aufgenommen zu werden.
„Der von Moskau begonnene Krieg muss enden – und nicht Russland eine Pause geben und dann weitergehen, sondern er muss ein für alle Mal enden“, sagte Merz.
Er fügte hinzu, dass er und Trump das gemeinsame Ziel teilen, den Krieg zu beenden.
Quellen: Digi24.ro, dpa, Agerpres