Das ungeschnittene Video wurde inzwischen durch eine bearbeitete Version ersetzt.
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Ein Video aus dem Kreml erschien spät am 8. März kurzzeitig online, bevor es schnell wieder verschwand.
Innerhalb weniger Minuten wurde das Material durch eine gekürzte Version ersetzt – jedoch nicht, bevor es bemerkt und an anderer Stelle weiterverbreitet worden war.
Laut The Moscow Times und dem unabhängigen russischen Medium Meduza veröffentlichte der Pressedienst des Kremls die 6 Minuten und 19 Sekunden lange Aufnahme auf seinem offiziellen Telegram-Kanal. In dem Video liest Putin eine vorbereitete Botschaft mit Glückwünschen an Frauen vor und bittet anschließend darum, noch einmal von vorn zu beginnen.
„Wissen Sie, lassen Sie mich das noch einmal sagen, weil … ich Halsschmerzen hatte. Ich hatte Halsschmerzen, ja. Ich hätte fast angefangen zu husten“, sagt er in der Aufnahme.
Etwa eine halbe Minute lang räuspert sich der Präsident wiederholt, bevor er die Botschaft noch einmal von Anfang an beginnt.
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Video schnell entfernt
Nach Daten von TGStat blieb das ursprüngliche Video etwa vier Minuten lang auf dem Telegram-Kanal des Kremls, bevor es gelöscht und durch eine bearbeitete Version ersetzt wurde.
Auch der Telegram-Account des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlichte das ungeschnittene Material erneut, entfernte es jedoch fast unmittelbar danach wieder.
Das kremlnahe Medium Readovka veröffentlichte den Clip ebenfalls kurzzeitig, bevor es ihn wieder löschte.
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Umfrage zeigt Rückgang
Das Video tauchte zu einem Zeitpunkt auf, als neue Umfragedaten einen Rückgang des öffentlichen Vertrauens in Putin nahelegten.
Eine offene Umfrage des Russischen Zentrums für Meinungsforschung (VTsIOM) ergab, dass das Vertrauen in den Präsidenten den niedrigsten Stand seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2026 erreicht hat.
Nur 32,1 % der Befragten nannten Putin auf die Frage, wem sie zutrauen, wichtige Regierungsaufgaben zu übernehmen.
Im März 2024 hatte dieser Wert noch bei 48,8 % gelegen, ist seitdem jedoch deutlich gesunken.
Quellen: TGStat, Russisches Zentrum für Meinungsforschung (VTsIOM)
