Donald Trump deutete an, dass die USA Kuba „übernehmen“ könnten, während das Land mit einer schweren Energiekrise kämpft — ein Zeichen für eine verschärfte Rhetorik aus Washington.
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Donald Trump hat angedeutet, dass die Vereinigten Staaten Kuba „übernehmen“ könnten, während das Land nach einem Zusammenbruch seines Energiesystems, der Millionen Menschen ohne Strom ließ, in eine sich verschärfende nationale Krise gerät.
Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Insel mit wiederholten Stromausfällen, wirtschaftlichem Druck und wachsender Unruhe zu kämpfen hat — und markieren eine deutliche Verschärfung der Rhetorik aus Washington gegenüber einem seiner langjährigen geopolitischen Rivalen.
Ein Land in der Krise
Das kubanische Stromnetz erlitt in dieser Woche einen massiven Ausfall, während die Behörden versuchen, die Stromversorgung über begrenzte regionale Systeme nach weitreichenden Blackouts wiederherzustellen.
Der Zusammenbruch ist der jüngste in einer Reihe von Störungen, die auf veraltete Infrastruktur, Treibstoffknappheit und zunehmenden wirtschaftlichen Druck zurückzuführen sind. In den vergangenen Tagen kam es zudem zu Protesten — eine seltene Entwicklung in dem streng kontrollierten kommunistischen Staat.
Die Lage wurde zusätzlich durch externen Druck verschärft. Maßnahmen der USA gegen Öllieferungen nach Kuba, darunter Einschränkungen bei Lieferungen aus Venezuela, haben das ohnehin fragile Energiesystem weiter belastet.
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Trump verschärft den Ton
Bei einem Auftritt im Weißen Haus erklärte Trump, er glaube, er könne die „Ehre“ haben, Kuba zu übernehmen, und fügte hinzu, die USA könnten angesichts der geschwächten Lage des Landes entschlossen handeln.
„Ich meine, ob ich es befreie oder übernehme, ich denke, ich kann damit machen, was ich will“, sagte er.
Zugleich bezeichnete er Kuba als ein Land am Rande des Zusammenbruchs und deutete an, dass die Vereinigten Staaten schon lange über eine direktere Rolle auf der Insel nachdenken.
Druck auf Kubas Energieversorgung
Washington hat in diesem Jahr den Druck auf Havanna erhöht, indem es wirtschaftliche Restriktionen verschärft und Öllieferungen ins Visier genommen hat — Maßnahmen, die direkte Auswirkungen auf Kubas Energiesystem und die Gesamtwirtschaft haben.
Kuba ist stark auf importierte Brennstoffe angewiesen, um sein Stromnetz zu betreiben, und Störungen dieser Lieferungen haben bestehende Infrastrukturprobleme weiter verschärft.
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Gleichzeitig gibt es Anzeichen für stille diplomatische Kontakte, bei denen beide Seiten Möglichkeiten zur Deeskalation ausloten, während sich die öffentliche Rhetorik verschärft.
Quellen: Reuters, AP News, Ziare.com