Es geschah nur wenige Stunden nach der tödlichen Erschießung von Alex Pretti.
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Eine gewaltsame Auseinandersetzung in Minneapolis soll einen Bundesbeamten schwer verletzt haben. Sie ereignete sich am selben Tag, an dem eine tödliche Schussabgabe durch einen Bundesagenten Wut und Unruhen in der ganzen Stadt auslöste.
Die Behörden erklärten, die beiden Vorfälle seien zwar voneinander getrennt, hätten sich jedoch innerhalb weniger Stunden ereignet und bereits angespannte Situationen weiter verschärft.
Zusammenstöße und Vorwürfe
Tricia McLaughlin, Staatssekretärin im US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS), schrieb in einem Beitrag in den sozialen Medien: „In Minneapolis griffen diese Randalierer unseren Polizeibeamten an, und einer von ihnen biss unserem HSI-Beamten (Homeland Security Investigations) den Finger ab.“
Sie fügte hinzu: „Er wird seinen Finger verlieren.“
McLaughlin teilte außerdem Bilder von zwei Personen, die als Verdächtige bezeichnet wurden, sowie ein Foto, das einen abgetrennten Finger in einem Behälter zeigt.
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Weitere Angaben zu dem Vorfall machte sie nicht. Er ist bislang nicht unabhängig verifiziert worden.
Tödliche Schussabgabe zuvor
Der Gewaltausbruch folgte auf die tödliche Erschießung von Alex Jeffrey Pretti, einem 37-jährigen US-Bürger und Intensivpfleger, die sich früher am selben Tag ereignet hatte.
Nach Angaben des DHS wurde Pretti von einem Bundesagenten erschossen, nachdem er sich „gewaltsam“ den Versuchen widersetzt habe, ihn zu entwaffnen.
Diese Darstellung ist jedoch stark umstritten. CNN und die New York Times haben das Video der Schussabgabe analysiert und kommen zu dem Schluss, dass die Aufnahmen zeigen, wie Bundesbeamte Prettis Waffe an sich nehmen, bevor sie die tödlichen Schüsse abgeben.
Pretti verfügte über eine Genehmigung zum verdeckten Tragen einer Waffe, die in Minnesota erforderlich ist, wenn man eine Schusswaffe bei sich tragen will.
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„Rufen Sie 911!“
Im Internet kursierende Videos zeigen chaotische Szenen kurz vor der Schussabgabe. In einem Clip ruft eine Frau: „Das ist Polizeigewalt! Sie schlagen diesen Beobachter! Sie treten ihm ins Gesicht!“
Sekunden später ist ein Schuss zu hören. Anschließend schreit die Frau: „Sie haben einen Mann erschossen. Sie haben einen legalen Beobachter erschossen“, bevor sie jemanden in der Nähe auffordert: „Rufen Sie 911, rufen Sie 911.“
Die Behörden haben nicht erklärt, ob der Beißvorfall in direktem Zusammenhang mit der Schussabgabe stand. Die zivilen Unruhen dauern an, während die Ermittlungen zu beiden Ereignissen weiterlaufen.
Den Beitrag von Tricia McLaughlin auf X können Sie hier sehen (öffnet neuen Tab). Warnung: Grafische Inhalte.
Quellen: X, CNN, New York Times