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Ein supervulkan könnte ein lithiumvorkommen im wert von 1,5 billionen US-dollar bergen

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Die weltweite Nachfrage nach Lithium steigt stark an, da Elektrofahrzeuge und Batteriespeicher eine zentrale Rolle in den Plänen zur Energiewende einnehmen. Branchenforscher warnen, dass das Angebot in den kommenden Jahrzehnten erheblich ausgeweitet werden muss, um Schritt zu halten.

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Einige Prognosen deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach Lithium bis 2040 achtmal so hoch sein könnte wie im Jahr 2022, was potenziell einen jährlichen Bedarf von rund einer Million Tonnen erfordern würde.

Vor diesem Hintergrund rückt ein neu hervorgehobenes Vorkommen im Westen der Vereinigten Staaten in den Fokus.

Unter Lava begraben

Wie LADBIBLE unter Berufung auf das Magazin Earth berichtet, gehen Geologen davon aus, dass die McDermitt-Caldera an der Grenze zwischen Oregon und Nevada zwischen 20 und 40 Millionen Tonnen Lithium enthalten könnte. Das Gebiet markiert die Überreste eines uralten Supervulkans und wurde zuvor bereits für Quecksilber und Uran abgebaut.

Sollten sich diese Mengen bestätigen, könnte es sich um eines der größten bekannten Lithiumvorkommen weltweit handeln.

Lithium ist ein zentraler Bestandteil wiederaufladbarer Batterien, die in Smartphones, Laptops und Elektrofahrzeugen verwendet werden, und gilt daher sowohl für Hersteller als auch für Regierungen als strategische Ressource.

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Billionenfrage

Bei aktuellen Marktpreisen von etwa 37.000 US-Dollar pro Tonne könnten die geschätzten Reserven theoretisch einen Wert von rund 1,5 Billionen US-Dollar beziehungsweise 1,1 Billionen Pfund haben.

Solche Schlagzeilenwerte setzen jedoch voraus, dass das derzeitige Preisniveau bestehen bleibt. Analysten weisen darauf hin, dass ein deutlicher Anstieg des Angebots die Preise voraussichtlich drücken würde, sodass der tatsächliche Marktwert des geförderten Lithiums deutlich niedriger ausfallen könnte.

Große Mineralfunde sorgen in frühen Schätzungen häufig für aufsehenerregende Bewertungen, doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können sich rasch ändern, sobald die Produktion beginnt und sich die Märkte anpassen.

Komplexe Abwägungen

Bevor eine Förderung beginnen könnte, müssten Unternehmen und Behörden Umweltprüfungen, Genehmigungsverfahren und die Anliegen der betroffenen Gemeinden berücksichtigen.

Bergbauprojekte dieser Größenordnung werfen in der Regel Fragen zur Landnutzung, zum Wasserverbrauch und zu langfristigen ökologischen Auswirkungen auf.

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Ob die McDermitt-Caldera letztlich zu einem Eckpfeiler der künftigen Lithiumversorgung wird, hängt nicht nur vom geologischen Potenzial ab, sondern auch von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, Umweltauflagen und politischen Entscheidungen in den kommenden Jahren.

Quellen: LADBIBLE, Earth magazine