Eine neue Simulation eines Atomkriegs hat aufgezeigt, welche Teile der Vereinigten Staaten möglicherweise geringeren radioaktiven Fallout erleben würden, falls ein groß angelegter Konflikt ausbricht.
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Die Modellierung, die auf einem möglichen russischen Angriff auf US-Raketenanlagen basiert, legt nahe, dass einige Regionen weniger betroffen sein könnten als andere, obwohl Experten betonen, dass nirgendwo wirklich sicher wäre, berichtet LADbible.
Modell eines Atomangriffs
Laut LADbible erstellte Newsweek eine Karte, die schätzt, wie viel Strahlung jeder US-Bundesstaat nach einem hypothetischen russischen Angriff auf Silofelder für Interkontinentalraketen (ICBM) erhalten könnte.
Die Simulation untersuchte den radioaktiven Fallout über einen Zeitraum von vier Tagen nach den Detonationen.
Die in dem Modell anvisierten Raketenfelder befinden sich größtenteils in Colorado, Wyoming, Nebraska, Montana und North Dakota.
Forscher von Scientific American modellierten Explosionen von ein oder zwei Atomwaffen mit einer Sprengkraft von etwa 100 Kilotonnen TNT, die als stark genug gelten, um ein Raketensilo zu zerstören.
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Östliche Bundesstaaten am wenigsten betroffen
Die Studie verglich ein durchschnittliches Fallout-Szenario mit einer Worst-Case-Situation auf Grundlage der an einem bestimmten Tag im Jahr 2021 aufgezeichneten Windbedingungen.
Bundesstaaten entlang der Ostküste des Landes würden demnach die niedrigsten Strahlenbelastungen erhalten.
Dazu gehören Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut.
Auch New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware, Maryland, Virginia, West Virginia und die Carolinas gehörten zu den Bundesstaaten, die im Modell als weniger betroffen gelten.
Weitere Gebiete mit geringerem Risiko
Mehrere weitere Bundesstaaten im Westen und Süden wurden in der Simulation ebenfalls als Regionen mit geringerer Fallout-Belastung prognostiziert.
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Dazu zählen Washington, Oregon, Idaho, Nevada, Kalifornien und Utah.
Auch Arizona, New Mexico, Texas, Arkansas und Illinois wurden unter den Bundesstaaten aufgeführt, die voraussichtlich geringere Strahlendosen erhalten würden.
Die Ergebnisse hängen jedoch stark von den Wetterbedingungen und den konkreten Zielen während eines Konflikts ab.
Experten warnen
Trotz der Identifizierung von Gebieten mit potenziell geringerer Strahlenbelastung betonten Experten, dass die Folgen eines Atomkriegs überall verheerend wären.
John Erath vom Center for Arms Control and Non-Proliferation sagte gegenüber Newsweek, dass Gemeinden in der Nähe von Militäranlagen oder Raketenbasen wahrscheinlich die unmittelbarste Zerstörung erleben würden.
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„Nirgendwo ist wirklich ‚sicher‘ vor Fallout und anderen Folgen wie der Kontamination von Lebensmitteln und Wasservorräten sowie langfristiger Strahlenbelastung“, sagte er.
Er verwies auch auf eine seit Langem wiederholte Warnung von Staats- und Regierungschefs weltweit.
„Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf niemals geführt werden.“
Mögliche globale Zufluchtsorte
Einige Analysten glauben, dass wenige abgelegene Regionen außerhalb der Vereinigten Staaten nach einem globalen Atomkonflikt widerstandsfähiger sein könnten.
Die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Journalistin Annie Jacobsen sagte im Podcast The Diary of a CEO, dass Neuseeland und Teile Australiens möglicherweise weiterhin in der Lage wären, begrenzt menschliches Leben zu unterstützen.
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Sie erklärte, dass ein weitreichender Zusammenbruch der Landwirtschaft infolge eines nuklearen Winters den größten Teil des Planeten bedrohen würde.
Dennoch könnten einige abgelegene Gebiete in diesen Ländern bewohnbar bleiben, obwohl die Überlebensbedingungen wahrscheinlich einem „Jäger-und-Sammler“-Lebensstil ähneln würden.
Quellen: LADbible, Newsweek, Scientific American