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EU erwägt Sanktionen gegen Beteiligte an russischen Getreidelieferungen

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O.Kemppainen / Shutterstock.com

Die Spannungen steigen wegen Lieferungen, die mit dem Krieg in der Ukraine in Verbindung stehen.

Neue Aufmerksamkeit richtet sich auf Handelsrouten, die möglicherweise zur Finanzierung des Konflikts beitragen, berichtet United24 Media.

Sanktionen erwogen

Die Europäische Union erwägt Sanktionen gegen Personen, die verdächtigt werden, den Transport von ukrainischem Getreide zu erleichtern, das angeblich von Russland entwendet wurde, dies berichtet _United24Media_ unter Berufung auf _Haaretz_.

Das Getreide soll mit Schiffen, die der sogenannten russischen „Schattenflotte“ zugerechnet werden, zum israelischen Hafen Haifa verschifft worden sein.

Reaktion der EU

EU-Außenamtssprecher Anouar El Anouni erklärte, der Block prüfe die Berichte und beobachte die Situation genau.

„Die Europäische Union hat die Berichte zur Kenntnis genommen, dass einem Schiff der russischen Schattenflotte, das gestohlenes ukrainisches Getreide geladen hatte, das Entladen im Hafen von Haifa in Israel gestattet wurde, und dies trotz früherer Kontakte der Ukraine mit den israelischen Behörden zu diesem Thema“, sagte er gegenüber _Haaretz_.

Er fügte hinzu, die EU sei bereit, Sanktionen gegen beteiligte Personen oder Organisationen zu verhängen, falls festgestellt werde, dass sie Russlands Kriegsanstrengungen unterstützen oder Beschränkungen umgehen.

Ukraine protestiert

Kiew hat auf die Entwicklungen scharf reagiert.

Das ukrainische Außenministerium bestellte den israelischen Botschafter Michael Brodsky ein, um einen formellen Protest auszudrücken, nachdem ein Schiff, das Getreide aus besetzten Gebieten geladen haben soll, in Haifa angedockt hatte.

Außenminister Andrii Sybiha warnte davor, dass ein fortgesetzter Handel mit solcher Fracht die Beziehungen zwischen den beiden Ländern beschädigen könnte.

Wiederholte Vorfälle

Dies ist der zweite gemeldete Fall, dass ein Schiff mit russisch kontrolliertem Getreide im israelischen Hafen ankommt.

Bereits im April forderte die Ukraine eine Klärung, nachdem ein weiteres Schiff verdächtigt wurde, Getreide aus besetzten Gebieten transportiert zu haben.

Rechtliche Bedenken

Ukrainische Beamte und israelische Medien haben Bedenken geäußert, dass solche Lieferungen gegen internationales Recht verstoßen könnten.

Die ukrainische Botschaft in Israel bezeichnete die Situation als mögliche Verletzung der Souveränität und forderte weitere Untersuchungen.

Das Thema lenkt die wachsende internationale Aufmerksamkeit auf Handelsrouten, die mit Russlands Kriegswirtschaft verbunden sind.

Quellen: United24Media, Haaretz