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Experten: „Die Geschichte zeigt, dass viele Diktatoren vor dem Fall ihres Regimes oder ihrem Tod sichtbar alterten“

Vladimir Putin
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Putin ist nach der Siegesparade in Moskau erneut wegen seines Erscheinungsbildes verspottet worden, während Kritiker auf wachsende Sicherheitsängste und Spekulationen über seinen Gesundheitszustand verweisen.

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach seinem Auftritt bei der Siegesparade in Moskau mit einer Welle aus Kritik und Spott konfrontiert worden.
Kritiker und Kommentatoren verwiesen auf das Erscheinungsbild des Kremlchefs sowie auf die stark gesicherte Veranstaltung als Zeichen wachsenden Drucks innerhalb Russlands.

Kritik an seinem Erscheinungsbild

Laut Daily Express bezeichnete der frühere russische Oligarch und Kremlkritiker Michail Chodorkowski Putin als einen „zutiefst verängstigten, alternden Diktator“.

Die Äußerungen folgten auf die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Russland, die von reduzierter Militärtechnik und verschärften Sicherheitsmaßnahmen geprägt waren.

Der ukrainische Kommentator Anton Geraschtschenko veröffentlichte zudem ein Bild Putins während der Veranstaltung und schrieb: „Das Gesicht eines ‚Siegers‘ und des Anführers einer ‚Supermacht‘. Es scheint, als hätten die Sanktionen sogar Putins Botox erreicht.“

Von der Zeitung zitierte Beobachter verwiesen auf Putins geschwollene Wangen und ein ungleichmäßiges Erscheinungsbild seines Gesichts, was neue Spekulationen im Internet über den Gesundheitszustand des russischen Präsidenten auslöste.

Wachsender Druck

Die Beobachtungsgruppe Crimean Wind erklärte, dass anhaltender Stress und Isolation den autoritären Führer sichtbar beeinflusst haben könnten.

„Die Geschichte zeigt, dass viele Diktatoren vor dem Fall ihres Regimes oder ihrem Tod sichtbar alterten. Wissenschaftler bringen dies mit chronischem Stress, paranoider Angst vor Machtverlust und Isolation in Verbindung, was den Alterungsprozess des Körpers beschleunigt“, erklärte die Gruppe.

Der Kremlkritiker Leonid Newslin argumentierte, dass die verkleinerte Parade in diesem Jahr widerspiegele, was er als Putins schwindenden Griff nach der Macht bezeichnete.

Er behauptete, das russische politische System sei zunehmend auf die Gesundheit und den Zustand einer einzelnen Person konzentriert, statt auf breitere Institutionen.

Sicherheitsängste

Newslin verwies zudem auf die ungewöhnlich starke Sicherheitspräsenz rund um Putin während der Parade.

Laut Daily Express sagte er, Sicherheitskräfte seien dem russischen Präsidenten bei öffentlichen Auftritten zuvor noch nie so nahe geblieben.

„Entweder hat Putin selbst Angst, oder man setzt ihn auf diese Weise unter Druck und schüchtert ihn ein — was dazu führt, dass er ängstlich und paranoid wird“, sagte Newslin.

Quellen: Daily Express, Crimean Wind