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FIFA in der Kritik: Deal mit Firma von Trumps Verwandtem löst Empörung aus

FIFA in der Kritik: Deal mit Firma von Trumps Verwandtem löst Empörung aus
Djem/Shutterstock

Der moderne Sport balanciert ständig die traditionelle Leidenschaft gegen den unerbittlichen Drang nach kommerziellem Gewinn aus.

Wenn globale Organisatoren versuchen, finanzielle Grenzen noch weiter zu verschieben, kann die Gegenreaktion schnell und heftig sein. Hochriskante Vorschläge, private Investoren in den weltweit beliebtesten Sport zu holen, haben nun eine intensive internationale Konfrontation ausgelöst, berichtet Digi24.ro.

Zutiefst beunruhigender Plan

Die Fußballfunktionäre sehen sich wachsender Kritik ausgesetzt, nach Enthüllungen über einen milliardenschweren kommerziellen Deal. Laut Digi24 plant FIFA-Präsident Gianni Infantino, eine neue kommerzielle Einheit zu gründen, die dem Dachverband angegliedert ist, um private Anteile zu verkaufen.

Die Vereinbarung zielt darauf ab, rund 4,2 Milliarden US-Dollar zu beschaffen, indem ein 20-prozentiger Anteil an der Tochtergesellschaft verkauft wird. Das französische Medium rmc.fr berichtete, dass der kommerzielle Zweig einen geschätzten Gesamtwert von 20 Milliarden US-Dollar hat.

Die Private-Equity-Firma Thrive Eternal hat sich als wichtiger potenzieller Investor für das Projekt herauskristallisiert. Joshua Kushner, der jüngere Bruder von Donald Trumps ehemaligem Seniorberater Jared Kushner, leitet die amerikanische Investmentgruppe.

Die FIFA hofft, die Mitgliedsverbände zu überzeugen, indem sie verspricht, dass der Deal ihre jährliche Finanzierung erhöhen wird. Regionale Behörden reagierten jedoch mit Besorgnis. Die UEFA erklärte, dass eine kritische rote Linie überschritten worden sei, während die CONCACAF diese Bedenken schnell unterstützte.

Grenzen ziehen

Europäische Beamte warnten davor, den Fußball in ein aggressives Unternehmensprojekt zu verwandeln. EU-Kommissar Glenn Micallef führte die öffentliche Reaktion in mehreren direkten Beiträgen auf seinem X-Konto an.

„Das ist nicht Baseball. Die FIFA-Weltmeisterschaft bleibt das größte Sportturnier der Welt, obwohl die FIFA jede noch so kleine kommerzielle Gelegenheit ausnutzt. Aber alles hat seine Grenzen“, sagte Glenn Micallef.

Der Kommissar betonte, dass ungezügeltes Gewinnstreben die kulturelle Identität des Sports bedrohe. „Die wahnwitzige Kommerzialisierung des Fußballs ist schädlich geworden. Sie bedroht genau die Elemente, die den Fußball zum beliebtesten Sport der Welt gemacht haben“, erklärte Glenn Micallef.

Er warnte, dass der Plan erhebliche rechtliche Probleme nach dem Wettbewerbsrecht aufwerfe, und versprach, dass Beamte der Europäischen Kommission den Vorschlag mit größter Sorgfalt prüfen würden. Er forderte die nationalen Verbände auf, vor der Abstimmung Vereine und Fans zu konsultieren. „Kommerzieller Erfolg sollte den Fußball stärken, nicht verschlingen. Fassen Sie unseren Sport nicht an“, warnte Glenn Micallef.

Quellen: Digi24, RMC Sport