Die Leichen von vier vermissten italienischen Tauchern sind nach einer tödlichen Tauchexpedition tief in einer Unterwasserhöhle auf den Malediven gefunden worden.
Die Leichen von vier italienischen Tauchern, die während einer wissenschaftlichen Tauchexpedition auf den Malediven verschwunden waren, sind tief in einer Unterwasserhöhle entdeckt worden.
Die Entdeckung erfolgte wenige Tage nachdem ein weiteres Mitglied der Gruppe sowie ein maledivischer Rettungstaucher ebenfalls ums Leben gekommen waren.
Fund in großer Tiefe
Laut BBC wurden die vier Taucher in einer 60 Meter tiefen Höhle im Vaavu-Atoll gefunden.
Die Leichen wurden nach mehreren Tagen der Suchoperationen von einem gemeinsamen Team finnischer und maledivischer Taucher entdeckt.
Behörden erklärten, dass die Taucher im tiefsten Abschnitt der Höhle, am weitesten vom Eingang entfernt, gefunden worden seien.
Die Bergungsarbeiten sollen aufgrund der Tiefe und der Bedingungen im Höhlensystem noch mehrere Tage andauern.
Forschungsexpedition
Vier der Opfer standen mit der Universität Genua in Verbindung, darunter Professorin Monica Montefalcone, ihre Tochter Giorgia Sommacal sowie die Forscher Muriel Oddenino und Federico Gualtieri.
Das fünfte italienische Opfer war der Tauchlehrer und Bootsoperationsleiter Gianluca Benedetti.
Laut BBC verschwand die Gruppe, nachdem sie am Donnerstagmorgen während einer Forschungsexpedition zu Korallenstudien ins Wasser gegangen war.
Die Behörden erklärten, dass zum Zeitpunkt des Unglücks raue Wetterbedingungen in dem Gebiet gemeldet worden seien.
Fragen zu den Genehmigungen
Die maledivischen Behörden erklärten, dass die Gruppe Genehmigungen für wissenschaftliche Tauchgänge bis zu einer Tiefe von 50 Metern erhalten habe.
Der Sprecher Mohamed Hossain Shareef sagte jedoch gegenüber BBC, dass die Forschungsgenehmigung die Unterwasserhöhle, in der die Taucher später gefunden wurden, nicht erwähnt habe.
Der Eingang zur Höhle befindet sich Berichten zufolge rund 47 Meter unter der Wasseroberfläche.
Zudem seien Fragen aufgekommen, ob alle Mitglieder der Gruppe offiziell als Forscher im Rahmen der Expeditionsgenehmigung registriert gewesen seien.
Tragödie bei der Rettungsaktion
Die Suchoperation forderte auch das Leben des maledivischen Rettungstauchers Staff Sgt Mohamed Mahdhee.
Laut der Berichterstattung der BBC verschwand Mahdhee während eines Suchgangs am Samstag, als er mit einem Team aus acht Rettungstauchern arbeitete.
Andere Taucher fanden ihn später bewusstlos unter Wasser, nachdem sie bemerkt hatten, dass er nicht wieder aufgetaucht war.
Die Behörden auf den Malediven untersuchen weiterhin die Ursache des Unglücks.
Quellen: BBC