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Kann Putin gestoppt werden? NATO-Botschafter gibt düstere Prognose ab

Vladimir Putin
Emad Nour / Shutterstock.com

Selbst wenn der Krieg in der Ukraine enden sollte, bleibt die Frage, ob die Bedrohung durch Russland bestehen bleibt.

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Der Krieg in der Ukraine nähert sich rasch der Vierjahresmarke. Hunderttausende Menschen haben ihr Leben verloren, Tausende ukrainische Kinder sollen Berichten zufolge von Russland verschleppt worden sein, und Russland hat seine Wirtschaft in eine Kriegswirtschaft umgewandelt.

Der Krieg zieht sich weiter hin, und trotz jüngster Versuche, eine diplomatische Lösung für die Kämpfe zu finden, ist es schwer, Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.

Der Kreml hat wiederholt erklärt, Russland befinde sich de facto im Krieg mit der NATO aufgrund der Unterstützung der Ukraine durch das Bündnis, auch wenn russische Regierungsvertreter weiterhin betonen, Russland strebe keinen direkten Konflikt mit der NATO an.

An der Spitze der gesamten russischen Gesellschaft steht Wladimir Putin, ein ehemaliger KGB-Agent, der zum Politiker wurde und seit dem Jahr 2000 faktisch die Kontrolle über Russland ausübt.

Und damit stellt sich die Frage: Selbst wenn der Krieg in der Ukraine enden würde, würde die Bedrohung für Europa verschwinden, solange Putin an der Macht ist?

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Kein Zurück

In einem Interview mit Latvijas Avīze sagt Lettlands NATO-Botschafter Māris Riekstiņš, Russlands derzeitiger Kurs mache es schwierig, eine Entspannung der Lage vorherzusagen.

Auf die Frage, ob die Sicherheitsrisiken für Europa zunehmen, sagte er, die Antwort liege letztlich eher im Kreml als in den westlichen Hauptstädten.

Seiner Ansicht nach hat der russische Präsident Wladimir Putin eine entscheidende Schwelle überschritten. Riekstiņš argumentiert, der Staatschef habe einen Punkt überschritten, an dem politische Kurskorrekturen realistisch seien, und das Land damit auf Konfrontation festgelegt.

Kosten des Krieges

In dem Interview betonte der Botschafter, dass die Verantwortung für die Folgen der Invasion bei der russischen Führung liege.

Er sagte, Putin „müsse für das verantwortlich gemacht werden, was sowohl der Welt als auch seinem eigenen Volk angetan wurde“.

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Riekstiņš fügte hinzu, Russlands wirtschaftliches Potenzial sei verspielt worden. Das Land könnte wohlhabend sein, habe seine Ressourcen jedoch stattdessen in die Kriegsführung gelenkt und damit seinen Reichtum „in den Wind geschlagen“.

Ausblick auf den Konflikt

Mit Blick auf die Zukunft gab Riekstiņš eine nüchterne Prognose ab. „Meine persönliche Einschätzung ist, dass wir, solange er in Russland an der Macht ist, damit rechnen müssen, dass dieser Konflikt und diese Putin-Politik fortgesetzt werden“, sagte er.

Die Aussagen spiegeln die weit verbreiteten Sorgen unter den NATO-Mitgliedern wider, dass die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Instabilität noch jahrelang anhalten wird.

Quellen: Latvijas Avīze, Reuters, CNN, AP

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