Nordkorea verdient Berichten zufolge Milliarden mit Waffenlieferungen und Truppenentsendungen im Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine.
Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland hat für Nordkorea keine negativen Folgen gehabt.
Im Gegenteil: Laut Nikkei Asia, zitiert von The Moscow Times, hat er zu einem erheblichen Wachstum der nordkoreanischen Wirtschaft geführt.
Die wirtschaftlichen Gewinne sollen auf die zahlreichen nordkoreanischen Soldaten zurückzuführen sein, die an die russische Front entsandt wurden, sowie auf unzählige Waffenlieferungen im Wert von bis zu 13,8 Milliarden US-Dollar, berichtet The Moscow Times unter Berufung auf das südkoreanische Forschungsinstitut Institute for National Security Strategy.
Waffen gegen Technologie
Spezialisierte Analysten weisen darauf hin, dass die Vorteile der Zusammenarbeit für Nordkorea vor allem darin liegen, die Auswirkungen internationaler Sanktionen abzumildern, die Pjöngjang stark getroffen haben, berichtet The Moscow Times.
Der Krieg hat daher zu einer noch engeren Beziehung zwischen Russland und Nordkorea geführt, die eine umfassende militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit umfasst.
Dazu gehört auch gegenseitige Unterstützung im Falle militärischer Angriffe. Moskau und Pjöngjang schlossen bereits 2024 ein entsprechendes Abkommen.
Tausende an der Front
Laut einem südkoreanischen Politiker hat die Unterstützung Nordkoreas für Russland massive Auswirkungen auf den Krieg gehabt. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass Pjöngjang nun plant, noch mehr Soldaten, Spezialkräfte und Militärotechniker an die russischen Frontlinien zu entsenden, berichtet The Moscow Times.
Die wirtschaftlichen Gewinne Nordkoreas hatten jedoch auch ihren Preis: Nach Angaben des südkoreanischen Nationalen Geheimdienstes gab es rund 6.000 tote und verwundete nordkoreanische Soldaten.
Aus russischer Sicht liegen diese Zahlen jedoch deutlich unter der Zahl der gefallenen russischen Soldaten.
Jüngste Berichte zeigen, dass zwischen April 2022 und Oktober 2025 mehr als 352.000 russische Soldaten getötet wurden. Laut Mediazona konnten bislang nicht alle Soldaten identifiziert werden.
Quellen: Nikkei Asia, The Moscow Times, Institute for National Security Strategy, National Intelligence Service, Mediazona