Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, Belarus habe Relaisstationen abgeschaltet, die Kyjiw zufolge zur Unterstützung russischer Drohnenangriffe genutzt wurden.
Belarus hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Relaisstationen abgeschaltet, die nach Darstellung Kyjiws zur Unterstützung russischer Drohnenangriffe genutzt wurden.
Die Ankündigung erfolgte wenige Tage, nachdem Selenskyj den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko öffentlich gewarnt hatte, dass die Ukraine handeln werde, falls die Anlagen weiterhin in Betrieb blieben.
Relaisstationen abgeschaltet
Laut HotNews unter Berufung auf Reuters, EFE und Agerpres erklärte Selenskyj, die Relaisstationen seien seit dem 22. Juni auf belarussischem Staatsgebiet außer Betrieb.
„Seit dem 22. Juni haben die Relaisstationen auf dem Gebiet von Belarus ihren Betrieb eingestellt“, sagte Selenskyj in einer Audiobotschaft an die Medien.
Er fügte hinzu, es sei weiterhin unklar, ob die Anlagen bereits abgebaut worden seien, und die ukrainischen Behörden überprüften die Lage weiterhin.
Warnung an Minsk
In der vergangenen Woche hatte Selenskyj Lukaschenko eine Frist von einer Woche gesetzt, um die Relaisstationen zu entfernen, die sich nach ukrainischen Angaben in zwei an die Ukraine grenzenden Regionen von Belarus befanden.
Laut HotNews unter Berufung auf Reuters, EFE und Agerpres warnte der ukrainische Präsident, dass die Ukraine selbst handeln werde, falls Belarus nicht tätig werde. Welche Maßnahmen dies umfassen könnte, ließ er jedoch offen.
Zudem forderte er Minsk auf, die Treibstofflieferungen nach Russland einzustellen, und argumentierte, Belarus sei zu einem der wichtigsten Treibstofflieferanten des russischen Militärs geworden.
Anhaltende Besorgnis
Laut HotNews unter Berufung auf Reuters, EFE und Agerpres hat Selenskyj wiederholt erklärt, Moskau versuche, Belarus direkter in den Krieg hineinzuziehen.
Russische Streitkräfte nutzten belarussisches Territorium während der Anfangsphase der groß angelegten Invasion im Jahr 2022, um Angriffe auf die Nordukraine zu starten.
Quellen: HotNews, Reuters, EFE, Agerpres