Neu veröffentlichte Unterlagen lösen erneut Debatten aus und führen zu einer erneuten Überprüfung früherer Ereignisse. Die Dokumente sind schnell in den Mittelpunkt politischer und öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt.
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Der Streit in Washington über die Epstein-Akten hat sich erneut ausgeweitet, nachdem das Justizministerium einen weiteren Satz von Unterlagen veröffentlicht hat, der nach eigenen Angaben versehentlich ausgelassen worden war.
Die jüngste Veröffentlichung hat nicht nur wegen ihres Inhalts Aufmerksamkeit erregt, sondern auch wegen der politischen Folgen im Zusammenhang mit der Art und Weise, wie die Dokumente behandelt wurden.
Das neu veröffentlichte Material enthält Zusammenfassungen von FBI-Befragungen aus dem Jahr 2019, die eine Anschuldigung im Zusammenhang mit Donald Trump enthalten. Die Behauptung erscheint in Zeugenaussagen, die von Ermittlern dokumentiert wurden, und wird durch die Unterlagen nicht belegt.
Streit um Transparenz
Die neue Veröffentlichung erfolgt mitten in einem breiteren Streit über den Umgang der Regierung mit dem Epstein-Archiv.
Laut Daily Mail sieht sich Justizministerin Pam Bondi wachsender Kritik von Gesetzgebern ausgesetzt, die wissen wollen, ob sensibles Material bei früheren Veröffentlichungen unzulässig zurückgehalten wurde.
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Das Justizministerium erklärte, die Unterlagen seien „fälschlicherweise als Duplikate codiert“ worden – eine administrative Einstufung, die dazu führte, dass sie aus früheren Dokumentenveröffentlichungen ausgeschlossen wurden.
Diese Erklärung hat die politische Gegenreaktion kaum beruhigt; sowohl Demokraten als auch einige Republikaner verlangen Antworten zum Ablauf der Veröffentlichung.
Befragungen tauchen wieder auf
In derselben Dokumentensammlung befinden sich auch Zusammenfassungen von vier FBI-Befragungen, die zwischen August und Oktober 2019 – nach Epsteins Festnahme im Juli – durchgeführt wurden, berichtet die Daily Mail.
Die Frau im Zentrum der Befragungen erklärte, Epstein habe sie Anfang der 1980er-Jahre in South Carolina sexuell missbraucht, als sie etwa 13 Jahre alt gewesen sei. Später habe sie ihn mit dem Fall in Verbindung gebracht, nachdem sie sein Bild in der Berichterstattung gesehen hatte.
Ermittler hielten auch ihre Aussage fest, dass sie – noch als Teenager – von Epstein zu einem Anwesen in New York oder New Jersey gebracht und dort Trump vorgestellt worden sei.
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Die Zusammenfassungen der Befragungen dokumentieren ihre Anschuldigung, dass Trump versucht habe, sie zu Oralsex zu zwingen, woraufhin sie ihn gebissen habe. Den Notizen zufolge habe er daraufhin gewaltsam reagiert und gesagt: „Schafft diese kleine Schlampe sofort hier raus.“ Die Unterlagen enthalten keine bestätigenden Beweise und erläutern nicht, was danach geschah.
Zurückweisungen und politische Folgen
Das Weiße Haus wies die Anschuldigung entschieden zurück. Pressesprecherin Karoline Leavitt bezeichnete sie als „völlig haltlos, gestützt auf null glaubwürdige Beweise, von einer leider schwer gestörten Frau mit umfangreicher krimineller Vergangenheit“.
Unklar ist weiterhin, was aus der Prüfung ihrer Vorwürfe durch das FBI geworden ist. Die Daily Mail berichtete, dass sie auch für das Epstein Victims’ Compensation Program nicht anspruchsberechtigt gewesen sei, aus dem mehr als 130 Antragsteller Entschädigungen erhielten.
Unterdessen untersuchen Kongressermittler weiterhin den Umgang des Justizministeriums mit den Akten – ein Zeichen dafür, dass die politischen Folgen noch längst nicht beendet sind.
Quelle: Daily Mail