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Neun Vermisste nach Lawinenabgang bei einer geführten Skigruppe

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Geringe Sicht erschwert die Such- und Rettungsmission.

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Ein heftiger Wintersturm hat eine Skitour in der Sierra Nevada in eine verzweifelte Rettungsmission verwandelt.

Behörden in Nordkalifornien suchen nach neun Menschen, die nach einem Lawinenabgang am Dienstag in einem abgelegenen Gebiet eingeschlossen sein könnten.

Mehrere Medien, darunter Reuters und CBS News, berichten, dass schweres Wetter die Bemühungen erschwert, den Ort zu erreichen.

Rettungskräfte wurden mobilisiert, nachdem die Lawine eine geführte Skigruppe in unwegsamem Gelände erfasst hatte.

Sollten alle neun Vermissten für tot erklärt werden, könnte die Tragödie zu den tödlichsten einzelnen Lawinenereignissen gehören, die jemals in den Vereinigten Staaten verzeichnet wurden, warnten die Behörden.

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Suche in gefährlichem Gelände

Rettungsteams des Skigebiets Boreal Mountain und des Alder Creek Adventure Center von Tahoe Donner wurden in Richtung der Lawinenzone entsandt. Bis zum späten Nachmittag kämpften sich Einsatzkräfte weiterhin durch gefährliche Bedingungen, einige nutzten sogenannte Snowcat-Kettenfahrzeuge, um das abgelegene Gebiet zu erreichen.

Nach Angaben des Sheriffs konnten Überlebende über Funkbaken und Textnachrichten Kontakt aufnehmen. Sie errichteten einen provisorischen Unterstand aus Planen und seien „dabei, alles zu tun, um zu überleben“.

Sheriff Greene stellte die Entscheidung infrage, unter solchen Umständen eine geführte Tour durchzuführen, und sagte: „Ich denke nicht, dass es eine kluge Entscheidung war“, fügte jedoch hinzu: „Aber wir kennen noch nicht alle Details.“ Den Namen des beteiligten Unternehmens nannte er nicht und machte auch keine Angaben dazu, wie viele Bergführer oder Teilnehmer unter den Vermissten sind.

Es wurde erwartet, dass die instabile Wetterlage bis Mittwoch anhält, was die Sorge vor weiteren Lawinenabgängen verstärkte. Gouverneur Gavin Newsom wurde über den Vorfall informiert; sein Büro teilte mit, die staatlichen Behörden koordinierten gemeinsam mit lokalen Einsatzkräften eine „umfassende Such- und Rettungsaktion“.

Warnungen vor dem Sturm

Stunden vor dem Lawinenabgang hatte das Sierra Avalanche Center laut einer Mitteilung des örtlichen Sheriffbüros in einem Bulletin vor einer „hohen Lawinengefahr“ in der gesamten Region gewarnt.

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Gleichzeitig stellte der Nationale Wetterdienst weite Teile Nordkaliforniens unter eine Wintersturmwarnung und prognostizierte heftige Schneefälle in höheren Lagen der Sierra Nevada.

Landesweit kommen in den USA nach Angaben des Colorado Avalanche Information Center im Durchschnitt 27 Menschen pro Winter durch Lawinen ums Leben. Das Zentrum hat in dieser Saison bislang sechs Lawinentote dokumentiert.

Quellen: Colorado Avalanche Information Center; Sierra Avalanche Center; Büro von Gouverneur Gavin Newsom.