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Nordkorea feuert raketen in richtung Japan ab und löst regionale alarmstimmung aus

Nordkorea feuert raketen in richtung Japan ab und löst regionale alarmstimmung aus
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Nordkoreas jüngste Raketentests haben die Sicherheitsbedenken in Ostasien verschärft, wobei Nachbarregierungen rasch Verurteilungen ausgesprochen haben. Analysten zufolge deuten Zeitpunkt und Botschaft der Starts auf eine umfassendere strategische Signalgebung Pjöngjangs hin.

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Der Vorfall fügt sich in ein wachsendes Muster von Waffendemonstrationen ein.

Raketen in Richtung Japan

Laut Daily Express feuerte Nordkorea am Sonntag mehrere ballistische Raketen in Richtung Japan ab, wobei die Flugkörper eine Strecke von etwa 560 Meilen zurücklegten. Die Starts verstießen gegen Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, die solche Tests verbieten.

Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi bezeichnete Nordkorea als ein „ernsthaftes Problem“ und erklärte, die Abschüsse bedrohten „den Frieden und die Sicherheit unseres Landes, der Region und der Welt“.

Das US-Militär erklärte, man bleibe dem Schutz der Vereinigten Staaten und ihrer regionalen Verbündeten verpflichtet, und fügte hinzu, die Tests stellten keine unmittelbare Gefahr dar.

Militärische Signalgebung

Von der Express zitierte Sicherheitsexperten sagten, die Raketenstarts dürften darauf abgezielt haben, jüngste Waffenentwicklungen im Vorfeld eines wichtigen politischen Ereignisses zu demonstrieren.

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Nordkorea bereitet sich auf einen Parteitag der regierenden Arbeiterpartei vor, den ersten seit fünf Jahren. Beobachter achten genau auf Anzeichen für einen Kurswechsel gegenüber den Vereinigten Staaten oder für erneute Gespräche.

Kim Jong Un hat seit 2019 den Ausbau der Nuklear- und Raketenfähigkeiten vorangetrieben, zugleich die Beziehungen zu Russland und China gestärkt und Berichten zufolge Truppen zur Unterstützung von Moskaus Krieg in der Ukraine entsandt.

Breitere Konfrontation

Pjöngjang bemüht sich zudem, sich selbst als Opfer amerikanischer Aggression darzustellen. Nordkorea verurteilte kürzlich Washingtons Operation zur Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.

Das nordkoreanische Außenministerium erklärte, die Aktion zeige „den schurkenhaften und brutalen Charakter der USA“ und verurteilte sie als schwere Verletzung der Souveränität. Analysten zufolge wird diese Rhetorik genutzt, um Pjöngjangs Streben nach einer nuklearen Abschreckung zu rechtfertigen.

Leif-Eric Easley von der Ewha Womans University in Seoul sagte, Kim Jong Un könnte sich nach jüngsten US-Militäreinsätzen im Ausland in seiner Strategie bestätigt fühlen.

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Diplomatisches Timing

Die Raketenstarts erfolgten nur wenige Stunden, bevor der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung nach China reiste, um Präsident Xi Jinping zu treffen.

Südkoreanische Regierungsvertreter erwarten, dass Lee Peking dazu drängen wird, eine „konstruktivere Rolle“ bei der Entschärfung der Spannungen und der Förderung des Dialogs mit Pjöngjang zu spielen. China und Russland haben zuvor Bemühungen blockiert, den wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea zu erhöhen.

Muster von Tests

Nordkorea hat seine Waffendemonstrationen in den vergangenen Wochen verstärkt. Am vergangenen Sonntag testete das Land nach eigenen Angaben strategische Marschflugkörper mit großer Reichweite.

Am 25. Dezember veröffentlichte es zudem Fotos, die Fortschritte beim Bau seines ersten atomgetriebenen U-Boots zeigen sollen, was die Sorgen in der Region weiter angeheizt hat.

Quellen: Daily Express

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