Trumps Versuch, auf persönliche Daten von Amerikanern zuzugreifen, wird von Richter blockiert.
Ein Rechtsstreit um den Zugang zu Wählerverzeichnissen hat der Trump-Regierung eine weitere Niederlage beschert, da ein Bundesberufungsgericht entschied, dass Michigan nicht gezwungen werden kann, sensible persönliche Informationen über registrierte Wähler herauszugeben.
Die Entscheidung ist der jüngste Rückschlag für die umfassendere Kampagne der Regierung, Wählerregistrierungsdaten von den Bundesstaaten zu erhalten, mit der Begründung, diese seien notwendig, um die Einhaltung des Bundeswahlrechts zu gewährleisten.
Gericht gibt Michigan Recht
Der Fall drehte sich um eine Anfrage des U.S. Department of Justice nach detaillierten Wählerinformationen, darunter Geburtsdaten, Führerscheinnummern und Teile von Sozialversicherungsnummern.
Laut Reuters lehnten die Behörden Michigans dies ab und argumentierten, dass der Bundesstaat zwar bereits öffentlich zugängliche Wählerverzeichnisse bereitstelle, das Bundesgesetz jedoch die Freigabe vertraulicher persönlicher Daten nicht vorschreibe.
Das Berufungsgericht stimmte dem zu und kam zu dem Schluss, dass die Regierung nicht nachgewiesen habe, dass sie berechtigt sei, auf die zusätzlichen Informationen zuzugreifen, die sie beantragt hatte.
Teil eines umfassenderen Rechtsstreits
Michigan ist nicht der einzige Bundesstaat, der sich den Forderungen der Regierung widersetzt.
Ähnliche rechtliche Bemühungen stießen auch anderswo auf Hindernisse, wobei Gerichte vergleichbare Versuche ablehnten, sensible Wählerinformationen von Bundesstaaten wie Arizona, Kalifornien, Maryland, Oregon und Wisconsin zu erhalten.
Vertreter der Trump-Regierung haben stets betont, dass die Informationen notwendig seien, um die Wählerregistrierungspraktiken zu überprüfen und die ordnungsgemäße Durchsetzung der Wahlgesetze zu gewährleisten.
Michigan hingegen hat argumentiert, dass die Anfrage weit über das hinausgehe, was das Bundesgesetz vorschreibe, und Bedenken hinsichtlich des Schutzes der privaten Informationen der Wähler aufwerfe.
Debatte über die Wahlaufsicht
Das Urteil trägt zu einem landesweiten Streit darüber bei, wie viel Befugnis die Bundesregierung hat, staatlich verwaltete Wählerregistrierungssysteme zu überprüfen.
Befürworter der Regierung haben argumentiert, dass ein größerer Zugang für Untersuchungen zur Wahlrechtsintegrität unerlässlich sei.
Kritiker, darunter Beamte aus Michigan, haben entgegnet, dass die Bundesstaaten bereits die bundesstaatlichen Offenlegungspflichten erfüllten und dass die Freigabe hochsensibler persönlicher Informationen unnötige Datenschutzrisiken schaffen würde.
Sofern nicht erfolgreich angefochten, entbindet das Urteil Michigan von der Verpflichtung, die von der Trump-Regierung angeforderten vertraulichen Wählerdaten bereitzustellen.