Startseite Nachrichten Russischer Soldat läuft Amok, erschießt Kameraden und drei Zivilisten

Russischer Soldat läuft Amok, erschießt Kameraden und drei Zivilisten

Soldier, russia, ak-47
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Lokale Chatgruppen identifizierten den Schützen schnell als einen 21-jährigen Mann.

Nach Angaben des im Exil ansässigen russischen Nachrichtenportals Agentstvo hat ein russischer Soldat nahe Sewastopol auf der russisch besetzten Halbinsel Krim in der Ukraine einen tödlichen Amoklauf verübt.

Zu den Opfern zählten drei lokale Zivilisten im Alter von 59, 64 und 71 Jahren sowie ein Militärangehöriger. Ihr plötzlicher Tod versetzte die Nachbarn in Schock.

Vier weitere Opfer erlitten bei dem Amoklauf schwere Verletzungen, wobei sich ein Soldat unter denjenigen befindet, die derzeit notärztlich versorgt werden.

Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew bestätigte, dass medizinisches Personal „alles Mögliche tue, um sie zu retten“, berichtete The Moscow Times.

Nach einer intensiven Suche in den umliegenden Wäldern nahmen die Behörden den bewaffneten Verdächtigen schließlich fest. Raswoschajew teilte via Telegram mit, dass „der Angreifer festgenommen worden sei“, was die unmittelbaren Ängste in der Umgebung linderte.

Identität des Schützen enthüllt

Unabhängige Medien arbeiteten schnell daran, die Identität des Schützen aufzudecken. Agentstvo berichtete, dass in lokalen Chatgruppen Bilder kursierten, die den Schützen als den 21-jährigen Maxim Alistratow identifizierten.

Durchgesickerte öffentliche Aufzeichnungen zeigen, dass Alistratow in Russlands Region Saratow aufwuchs. Anfang 2022 besuchte er dort noch die Oberschule, bevor er eine problematische persönliche Geschichte entwickelte.

Polizeiakten deuten darauf hin, dass die Behörden ihn Ende 2022 beschuldigten, zusammen mit einem Teenager in ein Geschäft eingebrochen und Bargeld gestohlen zu haben. Ende 2025 zeigten durchgesickerte Mikrokreditanträge, dass er arbeitslos war und finanzielle Schwierigkeiten hatte.

Panik und Festnahme

Vor seiner Festnahme löste der junge Soldat in mehreren nahegelegenen Siedlungen weitreichende Panik aus. Dringende Warnungen in lokalen Chatkanälen forderten die Bewohner auf, vorsichtig zu bleiben, solange der Schütze in den dichten umliegenden Wäldern auf freiem Fuß war.

Reporter versuchten, kurz nach der Gewalttat Kontakt zu den Angehörigen des Verdächtigen aufzunehmen. Eine online als seine Mutter geführte Frau behauptete, sie kenne ihn nicht. Eine zweite, unter seiner Wohnadresse gemeldete Verwandte erklärte, sie wisse nichts von der Schießerei.