Es ist jedoch unklar, ob die Modifikationen tatsächlich wie beabsichtigt funktionieren.
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Krieg treibt Innovationen voran – und der bald vier Jahre andauernde Krieg in der Ukraine hat dies erneut bewiesen.
Entwicklungen in Taktiken, der Drohnenkriegsführung, neuer Bewaffnung und Ähnlichem haben der Ukraine geholfen, sich gegen die russische Invasion zu wehren und sowohl dem russischen Militär als auch der russischen Wirtschaft erhebliche Schäden zuzufügen.
Doch auch Russland versucht zu innovieren. Nun ist nach einem Angriff auf die Ukraine eine modifizierte Version der Shahed-Langstreckendrohne aufgetaucht.
Erste Anzeichen
Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) erklärte der ukrainische Experte für elektronische und Funkkriegsführung Serhiy „Flash“ Beskrestnov, dass am 4. Januar veröffentlichte Bilder und Videos eine Shahed-Drohne zeigten, die mit einem tragbaren Luftverteidigungssystem ausgestattet war.
Laut Beskrestnov setzten russische Streitkräfte die veränderten Drohnen erstmals in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar ein, was einen neuen Schritt in der Einsatzweise dieser Fluggeräte markiert.
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Das Filmmaterial deutet darauf hin, dass die Drohne offenbar ein Verba-MANPADS trug, das auf der Oberseite der Zelle montiert war. Zudem war eine zusätzliche Antenne zur Fernsteuerung am Flügelstabilisator befestigt.
Eine neue Rolle
Beskrestnov berichtete zudem, dass die Drohne mit einer Kamera und einem Funkmodem ausgestattet war, sodass ein Bediener sie während des Flugs steuern konnte, anstatt sich ausschließlich auf vorprogrammierte Routen zu verlassen.
Das Raketensystem ist nach vorne ausgerichtet, was darauf hindeutet, dass die Drohne dazu bestimmt ist, ukrainische Kampfjets oder Hubschrauber anzugreifen, die innerhalb des ukrainischen Luftverteidigungsnetzes operieren.
Vom Boden aus abgefeuert verfügen Verba-Systeme über eine Einsatzreichweite von rund sechs Kilometern und können Ziele in einer Höhe von bis zu etwa 4,5 Kilometern bekämpfen.
Anpassungswettlauf
Russland hat die Shahed-Drohnen im Verlauf des Krieges wiederholt modifiziert, um ihre Effektivität zu steigern und mobile Elemente der ukrainischen Luftverteidigung sowohl am Boden als auch in der Luft aufzuspüren.
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Beide Seiten befinden sich seit 2022 in einem Offensiv-Defensiv-Wettlauf, da Moskau seine Langstreckenangriffe intensiviert hat und Kyjiw mit neuen Gegenmaßnahmen reagierte.
Die ukrainischen Streitkräfte wiederum haben Abfangdrohnen entwickelt, die darauf ausgelegt sind, anfliegende russische Drohnen abzuschießen – ein Faktor, der die Wirksamkeit der nach vorne gerichteten Raketenbewaffnung begrenzen könnte.
Quellen: Institute for the Study of War