Donald Trump behauptete einst, er könne den Krieg in der Ukraine innerhalb eines einzigen Tages beenden.
Dieses Versprechen erscheint fast lächerlich, während der Konflikt andauert.
Nun stellt ein hochrangiger russischer Beamter infrage, ob Washington überhaupt eine sinnvolle Rolle bei der Friedensvermittlung spielen kann.
Scharfe Kritik
Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, erklärte, die Vereinigten Staaten könnten nicht als verlässlicher Vermittler in globalen Konflikten angesehen werden, wie *Reuters* unter Berufung auf Digi24 berichtete.
Auf einem Bildungsforum am Donnerstag argumentierte der ehemalige russische Präsident, Washingtons frühere Handlungen untergraben seine Glaubwürdigkeit in solchen Rollen.
„Es ist schwer zu glauben, dass ein Land, das Präsidenten entführt und leicht Konflikte auslöst, in allen Situationen als effektiver Vermittler agieren kann“, sagte Medwedew.
Seine Äußerungen scheinen im Gegensatz zur breiteren Haltung des Kremls zu stehen, der zuvor eine Rolle der USA bei den Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine anerkannt hatte.
Widersprüchliche Ansichten
Medwedew verwies zur Untermauerung seiner Argumentation auf jüngste US-Maßnahmen, darunter eine Militäroperation, die Präsident Donald Trump im Januar gegen den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro angeordnet hatte.
Er erwähnte auch Spannungen mit dem Iran und stellte diese als Beispiele für Washingtons Beteiligung an internationalen Streitigkeiten dar.
Gleichzeitig merkte Medwedew an, dass die Trump-Regierung versuche, eine Lösung in der Ukraine anzustreben, und zog damit eine Unterscheidung zu den Politiken unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden.
*Reuters* beschreibt Medwedew als eine der offensten Persönlichkeiten in Russlands Führung, bekannt für häufige und oft konfrontative Äußerungen zu globalen Angelegenheiten.
Militärischer Fokus
Während derselben Veranstaltung warnte Medwedew, Europa durchlaufe eine rasche Militarisierung, und verglich die Situation mit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
Er fügte hinzu, Russland habe die Rekrutierung erheblich gesteigert und sagte, 450.000 Menschen hätten im Jahr 2025 Verträge zum Beitritt zu den Streitkräften unterzeichnet, wobei weitere 127.000 in diesem Jahr bisher angeworben worden seien.
Nach einer umstrittenen Mobilisierungskampagne im Jahr 2022 setzt Moskau stärker darauf, Berufssoldaten mit finanziellen Anreizen zu gewinnen.
Quellen: Reuters, BBC, Mediazona, Digi24