Ein erneuter Austausch von Warnungen hat Bedenken hinsichtlich der Stabilität in Osteuropa geweckt.
Die diplomatischen Spannungen nehmen zu, da beide Seiten ihre Positionen in einem langjährigen Streit bekräftigen.
Laut Digi24, unter Berufung auf TASS, hat Russlands Botschafter in Chisinau gewarnt, dass Moskau Maßnahmen ergreifen könnte, falls sich die Lage in der abtrünnigen Region Transnistrien zuspitzt.
Oleg Ozerov erklärte, Russland werde handeln, um seine Bürger in der Region zu schützen, falls versucht werde, den Konflikt mit Gewalt zu lösen.
Starke Warnung
„Russland wird alle verfügbaren Maßnahmen ergreifen, um seine Bürger in der Region Transnistrien zu schützen, falls Versuche unternommen werden, das transnistrische Problem mit Gewalt zu lösen“, sagte Ozerov während einer Pressekonferenz.
Er fügte hinzu, Moskau erwäge „alle Optionen, alle Szenarien, auch unwahrscheinliche“, und warnte, die Verantwortung für eine Eskalation liege bei der Führung Moldaus.
Die Äußerungen spiegeln die langjährigen Spannungen um Transnistrien wider, eine separatistische Region entlang des Flusses Dnjestr.
Moldauische Reaktion
Moldauische Beamte haben solche Erklärungen zurückgewiesen und sie als irreführend bezeichnet. Der stellvertretende Premierminister für Reintegration, Valeriu Chiveri, sagte, ähnliche Behauptungen russischer Beamter seien „unbegründet“ und „verzerrt“.
„Wir halten solche Informationen für unbegründet, da sie die Position der Republik Moldau im Kontext der Reintegration des Landes verzerren“, sagte er.
Chiveri bekräftigte, dass Moldau eine friedliche Lösung anstrebe, die auf Souveränität und territorialer Integrität basiert.
Militärische Präsenz
Laut Digi24 sind etwa 1.700 russische Truppen in Moldau stationiert. Ein Teil gehört offiziell zu den Friedenstruppen, während andere einer separaten russischen Gruppe mit Sitz in Transnistrien angehören.
Moldau betrachtet die letztere Stationierung als illegal und fordert weiterhin den Abzug aller russischen Streitkräfte, unter Verweis auf Verpflichtungen, die Moskau 1999 eingegangen ist.
Anhaltender Streit
Für die Behörden in der separatistischen Region wird die russische Militärpräsenz als stabilisierender Faktor angesehen. Für Chisinau bleibt sie jedoch ein Haupthindernis für die Lösung des Konflikts.
Die jüngsten Äußerungen unterstreichen die fragile Natur der Situation, wobei beide Seiten scharf unterschiedliche Ansichten zu Sicherheit und Souveränität vertreten.
Quellen: Digi24, TASS