Startseite Nachrichten Sanktioniertes Schiff nimmt nach Ägyptens Ablehnung Kurs auf Syrien

Sanktioniertes Schiff nimmt nach Ägyptens Ablehnung Kurs auf Syrien

Putin
Alexander Khitrov / Shutterstock.com

Ein Schiff mit umstrittener Ladung hat seine Route geändert, nachdem ihm die Einfahrt am ursprünglichen Zielhafen verweigert wurde.
Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Handel aus besetzten Gebieten.

Nach Angaben von United24Media, die sich auf Babel und den ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR) berufen, nimmt der russische Massengutfrachter Mikhail Nenashev nun Kurs auf Syrien, nachdem Ägypten die Einfahrt verweigert haben soll.

Das Schiff hatte Getreide transportiert, das von ukrainischen Beamten als aus besetzten Gebieten stammend beschrieben wurde.

Kursänderung

Die Journalistin Kateryna Yaresko vom Projekt SeaKrime berichtete, dass das Schiff seinen Kurs in Richtung des syrischen Hafens Tartus geändert habe.

Zuvor hatte das ukrainische Außenministerium angegeben, dass die Ladung ursprünglich für Ägypten bestimmt gewesen sei, ungeachtet früherer Zusicherungen aus Kairo, solche Lieferungen nicht anzunehmen.

Das Schiff steht derzeit unter Sanktionen der Ukraine, der Europäischen Union und der Schweiz, da es angeblich eine Rolle beim Transport von geplünderten Gütern spielt.

Details zur Ladung

United24Media berichtet, dass das Schiff rund 27,400 Tonnen Weizen geladen habe, der zwischen dem 22. und 25. April in Sewastopol verladen worden sei.

Das Getreide soll aus besetzten Gebieten in Saporischschja, Cherson und auf der Krim stammen.

Kiew betrachtet solche Exporte als illegal und als Verletzung seiner Souveränität.

Syrien-Verbindung

Syrien wurde bereits früher als Ziel für ähnliche Lieferungen identifiziert, die oft über staatsnahe Unternehmen empfangen werden.

Ein weiteres Schiff, die Sparta, soll ebenfalls auf dem Weg nach Tartus sein, um russische Streitkräfte in der Region zu versorgen.

Analysten zufolge spiegeln diese Routen alternative Lieferketten wider, die unter dem Druck der Sanktionen entwickelt worden seien.

Umfassenderer Streit

Das Thema Getreidelieferungen hat diplomatische Spannungen über die Region hinaus verursacht. United24Media weist darauf hin, dass die Ukraine kürzlich von Israel eine Klärung verlangt habe, nachdem ein separates, mit Russland verbundenes Schiff in Haifa angedockt hatte.

Ukrainische Beamte argumentierten, ein solcher Handel unterstütze Russlands Kriegsanstrengungen, obwohl dem Schiff die Abfahrt gestattet wurde.

Die jüngste Kursänderung unterstreicht die Herausforderungen bei der Durchsetzung von Beschränkungen für umstrittene Ladung inmitten des anhaltenden Konflikts.

Quellen: United24Media, Babel, Ukrainischer Militärgeheimdienst (HUR), SeaKrime