Große Resortanlagen sind regelmäßig mit medizinischen Notfällen und Todesfällen konfrontiert, von denen viele von den Behörden als Einzelfälle und nicht als systemische Sicherheitsprobleme eingestuft werden. Treten jedoch mehrere Fälle innerhalb kurzer Zeit auf, ziehen sie in der Regel erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.
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Das ist nun auch in Walt Disney World und anderen Disney-eigenen Anlagen in den Vereinigten Staaten der Fall.
Vorgehen der Behörden
Strafverfolgungsbehörden behandeln Todesfälle in großen Touristenresorts in der Regel von Fall zu Fall. Die Ursachen können von zugrunde liegenden Erkrankungen bis hin zu mutmaßlichem Suizid reichen, und während laufender Ermittlungen beschränken die Behörden häufig die öffentlichen Informationen.
In den vergangenen Monaten wurden mehrere Todesfälle auf verschiedenen Disney-Geländen gemeldet. Dies hat zu erneuter Aufmerksamkeit geführt, obwohl die Behörden keinen Hinweis darauf geben, dass die Vorfälle miteinander in Verbindung stehen.
Aktuelle Ermittlungen
Nach Angaben der Express betrifft der jüngste Fall die Entdeckung einer Leiche am Freitagabend in Disney Springs, einem Einkaufs- und Gastronomiebereich innerhalb des Walt-Disney-World-Komplexes in Orlando.
Das Büro des Sheriffs von Orange County erklärte, der Tod werde „als möglicher Suizid untersucht“, und lehnte weitere Angaben ab. Die Leiche sei kurz vor 21 Uhr gefunden worden, berichtete das lokale Medienhaus News 6.
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Muster der Berichte
Seit dem vergangenen Herbst wurden an verschiedenen Disney-Standorten in Florida und Kalifornien mehrere Todesfälle registriert. Einige standen im Zusammenhang mit medizinischen Notfällen, andere wurden von den Behörden als mutmaßliche Suizide beschrieben.
Die Todesfälle ereigneten sich sowohl in Freizeitparkbereichen als auch in Resort-Hotels und betrafen Besucher unterschiedlichen Alters. In mehreren Fällen wurden die Betroffenen nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus für tot erklärt.
Begrenzte Informationen
In mindestens einem Fall verwiesen medizinische Unterlagen auf schwere Vorerkrankungen, ohne jedoch eine offizielle Todesursache zu benennen. In anderen Fällen verwendeten die Behörden zunächst Begriffe wie „Person am Boden“, bevor später ein Todesfall bestätigt wurde.
Namen und nähere Umstände wurden nicht immer öffentlich gemacht, was der üblichen Praxis bei laufenden oder sensiblen Ermittlungen entspricht.
Reaktion des Unternehmens
Disney World wurde zu den jüngsten Berichten um eine Stellungnahme gebeten. Das Unternehmen hat bislang keine öffentliche Erklärung zu der Serie von Todesfällen abgegeben.
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Die Behörden betonten, dass jeder Fall einzeln behandelt werde und bislang keine weitergehenden Sicherheitsbedenken bekannt gegeben worden seien.
Quellen: Express, News 6, People