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Seltener Rubin von fast 2,3 Kilogramm in Myanmar entdeckt

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Menschenrechtsgruppen warnen erneut internationale Juweliere vor Myanmars Edelsteinindustrie, nachdem staatliche Medien die Entdeckung eines riesigen Rubins in einer der bekanntesten Bergbauregionen des Landes gemeldet haben.

Der Fund erfolgt, während Myanmar weiterhin von politischen Unruhen und einer erneuten Prüfung der Verwendung der Gewinne aus seinem lukrativen Rubinhandel betroffen ist, berichtet The Express.

Branche in der Kritik

Global Witness hat zuvor argumentiert, dass Myanmars Edelsteinsektor den Militärherrschern des Landes seit Jahren erhebliche Einnahmen verschafft hat.

Die Interessenorganisation und andere Menschenrechtsgruppen haben Käufer und Luxusjuweliere dringend aufgefordert, den Bezug von Steinen aus Myanmar zu vermeiden, unter Verweis auf Bedenken hinsichtlich militärbezogener Einnahmen und des Konflikts im Land.

Myanmar hat Anfang dieses Jahres eine neue Regierung eingesetzt, doch Oppositionsgruppen bezeichneten die Verwaltung als ohne echte zivile Autorität, nachdem Militärführer Min Aung Hlaing nach den Wahlen die Macht behalten hatte.

Die britische Regierung rät zudem weiterhin von Reisen in mehrere Regionen Myanmars ab, aufgrund anhaltender Gewalt und Instabilität.

Seltene Entdeckung

Vor diesem Hintergrund berichtete Myanmars staatliche Zeitung Global New Light of Myanmar, dass Bergleute im vergangenen Monat einen 11.000-Karat-Rubin in der Nähe von Mogok in der Region Mandalay entdeckt haben.

Beamte stellten den Edelstein später im Büro des Präsidenten aus, so die Zeitung.

Der Rubin wiegt Berichten zufolge etwa 2,2 Kilogramm, ähnlich der Größe eines Chihuahuas. Staatliche Medien beschrieben den Stein als mäßig transparent mit einer satten purpurroten Farbe und leichten Gelbtönen.

Dem Bericht zufolge glauben Experten, dass der Edelstein einen höheren Wert haben könnte als ein viel größerer Rubin, der 1996 gefunden wurde, aufgrund seiner intensiveren Farbe und der Gesamtqualität.

Rubin-Hochburg

Myanmar, früher bekannt als Birma, gilt weithin als der weltweit führende Rubinlieferant und soll schätzungsweise rund 90 % der weltweiten Rubine produzieren.

Ein Großteil dieses Handels stammt aus Mogok, manchmal als „Rubinland“ bezeichnet, sowie aus dem Bergbaugebiet Mong Hsu.

Das Land grenzt an Indien, Bangladesch, China, Laos und Thailand, und Edelsteine bleiben trotz jahrelanger Bürgerkriege und internationaler Kritik eine wichtige nationale Einnahmequelle.

Quellen: The Express, Global New Light of Myanmar, Global Witness, britische Regierung