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Starmer sagt, britische und französische streitkräfte könnten in die Ukraine entsandt werden

Starmer sagt, britische und französische streitkräfte könnten in die Ukraine entsandt werden
Keir Starmer, Emmanuel Macron

Die Gespräche in Paris haben neue Signale westlicher Entschlossenheit hinsichtlich der künftigen Sicherheit der Ukraine hervorgebracht, während die Staats- und Regierungschefs Schritte skizzierten, die auf einen möglichen Waffenstillstand mit Russland folgen könnten. Auch wenn kein Abkommen zur Beendigung des Krieges erzielt wurde, bezeichneten die Verantwortlichen die Beratungen als einen bedeutenden Moment für die Gestaltung der nächsten Phase.

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Die Ankündigungen unterstreichen die wachsende Koordination unter den Verbündeten Kyjiws, auch wenn zentrale Details weiterhin ungeklärt bleiben.

Ergebnis der Gespräche in Paris

Nach einem Gipfeltreffen von mehr als 30 Ländern der sogenannten Koalition der Willigen erklärte der britische Premierminister Keir Starmer laut BBC News, Großbritannien und Frankreich seien bereit, im Falle eines Friedensabkommens mit Russland Truppen in die Ukraine zu entsenden.

Starmer sagte, eine in Paris unterzeichnete Absichtserklärung „ebnet den Weg für einen rechtlichen Rahmen, unter dem britische, französische und verbündete Streitkräfte auf ukrainischem Boden operieren könnten“. Das Abkommen wurde gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterzeichnet.

Militärische Pläne skizziert

Auf einer Pressekonferenz erklärte Starmer, dass Großbritannien und Frankreich nach einer Waffenruhe militärische Drehkreuze in der gesamten Ukraine einrichten und geschützte Einrichtungen für Waffen und Ausrüstung aufbauen würden, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu unterstützen.

In einer Erklärung des Élysée-Palastes hieß es, die Koalitionsmitglieder hätten sich zu einer europäisch geführten „multinationalen Truppe für die Ukraine“ verpflichtet, die künftige Aggressionen abschrecken und beim Wiederaufbau der ukrainischen Streitkräfte helfen könne.

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Reaktion der Ukraine

Selenskyj begrüßte die Ankündigung und bezeichnete sie als „einen riesigen Schritt nach vorn“, warnte jedoch, sie sei nur dann ausreichend, „wenn der Krieg in der Ukraine endet“. Er betonte wiederholt, dass Sicherheitsgarantien glaubwürdig genug sein müssten, um erneute russische Angriffe zu verhindern.

BBC News berichtete, dass Selenskyj und andere ukrainische Vertreter weiterhin auf Klarheit darüber drängen, wie solche Garantien durchgesetzt werden sollen.

Beteiligung der USA

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte Journalisten, Präsident Donald Trump stehe „entschlossen hinter“ den in Paris diskutierten Sicherheitsprotokollen. Er erklärte, „dauerhafte Sicherheitsgarantien und robuste Wohlstandsverpflichtungen sind entscheidend für einen nachhaltigen Frieden“.

Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, bezeichnete die Gespräche als „einen sehr, sehr großen Meilenstein“ und fügte hinzu: „Das bedeutet nicht, dass wir Frieden schließen werden, aber ohne die heute erzielten Fortschritte wäre Frieden nicht möglich.“

Zurückhaltung und Widerstand

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, Berlin könne nach einem Friedensabkommen in einem benachbarten NATO-Gebiet präsent sein, betonte jedoch, dass zur Beendigung des Krieges Kompromisse erforderlich seien.

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Russland hat zuvor erklärt, es werde europäische Truppen auf ukrainischem Boden nicht akzeptieren – eine Haltung, die weiterhin Unsicherheit über die Vorschläge bestehen lässt.

Quellen: BBC News