Der Countdown für ein hochrangiges Treffen im Weißen Haus nähert sich dem Nullpunkt.
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Am Dienstag hielten die Ministerpräsidentin Dänemarks, Mette Frederiksen, und der Ministerpräsident Grönlands, Jens-Frederik Nielsen, eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Dabei sagte Nielsen, dass man sich, „wenn wir uns hier und jetzt zwischen den USA und Dänemark entscheiden müssten, für Dänemark, die NATO und die EU entscheiden würde“.
Nach der Pressekonferenz wurde US-Präsident Donald Trump gefragt, was er von der Aussage des grönländischen Ministerpräsidenten halte. Daraufhin fragte der Präsident zunächst: „Wer hat das gesagt?“ Nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass es Nielsen gewesen sei, sagte Trump:
„Ich widerspreche ihm. Ich weiß nicht, wer er ist. Ich weiß nichts über ihn. Aber das wird für ihn ein großes Problem werden“, so Trump laut The Guardian.
Der Fairness halber ist festzuhalten, dass die meisten Menschen Jens-Frederik Nielsen, der Ministerpräsident eines grönländischen Staatsgebiets mit rund 55.000 Einwohnern ist, vermutlich nicht kannten, bevor Trump den Wunsch wieder aufleben ließ, die Kontrolle über Grönland zu übernehmen.
Doch noch vor neun Monaten hatte Trump etwas völlig anderes über den grönländischen Ministerpräsidenten zu sagen.
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„Eine sehr gute Person für uns“
Der dänische Fernsehsender TV 2 hat einen Clip von einer Pressekonferenz im Weißen Haus aus Mitte März 2025 gefunden, bei der Trump nach dem Ergebnis der gerade abgeschlossenen grönländischen Wahl gefragt wurde.
„Die Person, die am besten abgeschnitten hat, ist aus unserer Sicht eine sehr gute Person“, sagte Trump damals.
Nach Angaben von TV 2 legt Trumps jüngste Bemerkung über Jens-Frederik Nielsen nahe, dass der US-Präsident offenbar nicht weiß, wer Jens-Frederik Nielsen ist.
Hochrangiges Treffen im Weißen Haus
Später am heutigen Tag werden die Außenminister Dänemarks und Grönlands mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident J. D. Vance zusammentreffen.
Über den genauen Ablauf des Treffens ist wenig bekannt. Fest steht jedoch, dass Dänemark und Grönland in der vergangenen Woche um das Treffen gebeten haben.
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Quellen: The Guardian, Reuters, dänischer Fernsehsender TV 2